Kommentar

Haushalt 2019: Rekordmeister im Sparen

Verena Pichler

Von Verena Pichler

Do, 20. Dezember 2018

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Rekordhaushalt – dieses Wort wird in der Regel benutzt, wenn Kommunen rekordverdächtig viele Millionen in die Hand nehmen und es bei den Investitionen richtig krachen lassen. Das trifft auf den Plan 2019 nun wirklich nicht zu. Ein Rekordhaushalt ist es aber trotzdem – rekordverdächtig sparsam. Wer sich die Debatte um den Haushalt 2018 nochmals vor Augen führt, kann erkennen, wie sehr sich Verwaltung und Gemeinderat in den vergangenen Monaten bemüht haben, Ausgaben zu reduzieren und sich bei den Investitionen aufs Wesentliche zu beschränken. Zwar haben die Fraktionen in ihren Haushaltsreden durchaus Wünsche geäußert, aber keine hat versucht, sie mit Anträgen und langen Debatten noch durchzuboxen. Der Sparzwang und Sparwille dominierte, was gerade für die in den vergangenen Jahren sehr spendable Doppelgemeinde ein ziemlich neues Gefühl sein dürfte. Wie geboten es ist, auf die Bremse zu treten, zeigt der Blick in die mittelfristige Finanzplanung, denn bereits 2020 stehen neue, millionenschwere Investitionen an, einmal mehr besonders in Schulen, Kitas und öffentlichen Gebäuden. Diese kommen allen zugute, weshalb die Botschaft auch an die Bürger klar sein muss: Verzicht ist das eine, mehr zahlen für eine gute Infrastruktur das andere. Nach der Erhöhung der Hebesätze im vergangenen Jahr wird der Gemeinderat 2019 wieder über Gebührenerhebungen sprechen müssen. Wenn das Gremium das trotz Kommunalwahl konsequent durchhält – rekordverdächtig.