H&M

Bärendienst im Kampf gegen echten Rassismus

Werner Thomann, Öflingen

Von Werner Thomann & Öflingen

Sa, 13. Januar 2018

Leserbriefe

Zu: "H&M steht wegen eines Katalogfotos in der Kritik", Beitrag von André Anwar (10. Januar, Wirtschaft)

Klux-Klux-Klan, Nationalsolzialismus, NSU, das ist Rassismus. Um Rassismus zu bekämpfen, braucht es scharfe Waffen, und es scheint, dass es – leider – eine Arbeit ist, die uns nie ausgeht. Die Waffen werden allerdings stumpf, wenn man sie unsachgemäß verwendet, wenn man aufhört zu differenzieren. Jüngstes Beispiel ist das umstrittene Bild aus dem H&M-Katalog. Eine Werbeabteilung denkt sich nichts dabei, als sie dieses Bild in den Katalog setzt. Und das sollte sie auch nicht. Weil es unerheblich ist, wie die dort abgebildeten Menschen aussehen und was auf dem Kleidungsstück steht. Das ist Normalität. Wer hier eine Herabsetzung erkennen will, soll es tun, keine/r wird sie/ihn daran hindern. Aber wer dieses Bild als rassistisch einstuft, erweist dem echten Kampf gegen Rassismus einen Bärendienst. Werner Thomann, Öflingen