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04. September 2008

antisemitismus

Broders Brandreden-Zündholz

Betrachtet man die enorme Resonanz, die der Publizist Henryk M. Broder mit seinen ständigen Diffamierungen Andersdenkender und den Definitionsversuchen eines modernen Antisemitismus auslöst, so liegt der Gedanke nahe, den Meister der verbalen Tiefschläge und sarkastischen Kopfstöße in seinem Bemühen um das schillernde Staatsamt eines Antisemitismusbeauftragten nach Kräften zu unterstützen.

Ich bin sicher, dass mit seiner Ernennung die Themen Palästina, Israel, Zionismus, Antisemitismus, Neonazismus, Vertreibung, Besatzung, Landnahme, Häuserzerstörung, Willkür, Mauer, Apartheid, Siedlungen, Wasserdiebstahl, Israel-Lobby, Humanismus, Staatsraison, Rückkehrrecht, Recht auf Widerstand, Völkerrecht, Menschenrecht, UNO-Resolutionen und die Verurteilung Israels durch den Internationalen Gerichtshof ständig in der Diskussion bleiben werden.

Ich vertraue darauf, dass Broder in Amt und Würden in seiner unnachahmlichen Manier ständig sein Brandreden-Zündholz unter die Hintern der teils desinteressierten, teils ängstlich schweigenden Mehrheit hält, bis diese ihren Widerspruch gegen die israelische Politik formuliert und die seitens der Bundesregierung postulierte bedingungslose Unterstützung der israelischen Politik aufkündigt.

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Das könnte auch eine wachsende Palästina-Solidaritätsbewegung mit ihren Demonstrationen, Mahnwachen, Kampagnen, Kongressen, Informationen, Dokumentationen, Petitionen, Resolutionen, Appellen und dem Verkauf palästinensischen Olivenöls vermutlich nie schaffen.
Broder ist nicht nur nominiert, sondern meines Erachtens auch prädestiniert. Ich vote für ihn.

Autor: Karin Hamacher, Rheinfelden