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25. Februar 2012

Das Pflegepersonal weiß ganz genau, wie es sich zu verhalten hat

Mit Entsetzen haben ich Ihren Bericht über die angeblich unhygienischen Zustände auf der Frühchenintensiv der Uniklinik gelesen. Ich kann es nicht verstehen, dass Sie quasi dem Pflegepersonal vorwerfen, Kinder grob fahrlässig mit Krankenhauskeimen anzustecken. Ihr Bericht liest sich, als sei es für Kinder und Eltern auf diesen Stationen unzumutbar, als würde sich das Personal nicht um die Zwergle in den Inkus kümmern und sorgen. Kurzfristig war ich mir nicht sicher, ob ich die BZ oder einen reißerischen Artikel der Bild lese. Den frischgebackenen Frühcheneltern möchte ich keinen Vorwurf machen: Wenn man so nah dran ist, hat man eh schon Angst. Und aus eigener Erfahrung weiß ich, wie man in dieser Situation überkritisch ist und auch vieles völlig falsch interpretiert.

Grundsätzlich ist MRSA ja kein "neuer Keim", den gibt es schon lange in allen Kliniken, und alle kämpfen so gut sie können dagegen an. Und natürlich weiß das Pflegepersonal genau, wie es sich zu verhalten hat. Mein Sohn kam vor sechs Jahren mit 510 Gramm zur Welt. Wir durften fast vier Monate die Freiburger Uniklinik unser zu Hause nennen, und es war auch für uns eine wirklich harte Zeit mit vielen Rückschlägen, Sorgen und Ängsten.

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Aber ohne die sorgfältige Routine, den liebe- und rücksichtsvollen Umgang und natürlich auch die hervorragende Kompetenz der Schwestern, Pfleger und Ärzte wäre mein Kind heute nicht am Leben. Ich bin dem Team bis heute dankbar und empfehle die Uniklinik uneingeschränkt weiter. Daniela Hönninger, Freiburg

Autor: Daniela Hönninger, Freiburg