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04. Juli 2012
Dem Fortschritt gehört die Zukunft
Zu: "Technik macht das Spiel kaputt", Beitrag von Michael Dörfler (Sport, 21. Juni):
Wenn man enttäuschte Zuschauer fragt: "Was macht ein Spiel kaputt, die Videokamera oder die Fehlentscheidung des Schiedsrichters?", bekommt man in der Regel eine emotionale, aber realistischere Antwort als die von Herrn Dörfler. Bei ihm sind "Sinn und Zweck des Spiels, dass Menschen aktiv sind, von Emotionen leben, sich nach dem Spiel aufregen und streiten können". Das gerechte Torverhältnis – eigentliches Ziel jedes Wettkampfs – und damit auch die Schiedsrichterfehlentscheidungen (manchmal sogar absichtlich) verwischt er phraseologisch . Ein Spiel mit solchen Nebensächlichkeiten ohne Blick auf einen gerechten Sieg der Wahrheit will ich gar nicht sehen.
Dem Fortschritt gehört die Zukunft.Er ist stets dadurch gekennzeichnet, dass er von Uneinsichtigen anfangs bekämpft wird. Videokameras an den Fußballtoren stören nicht. Sie erkennen eindeutig Tor oder kein Tor. Sie können also verhindern, dass gelegentlich das bessere Team verliert. Sport verlangt Fairness! Mit Kunststoffball, Pfeife, Uhr und elektrischer Beleuchtung hat die Technik längst ihren Platz. Schiedsrichter werden einmal fragen, warum hat man sich nur so lange gegen Video gesträubt?
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Autor: Otto Widemann, Merzhausen



