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07. Juli 2012
Die Bankrotteure nehmen sich, was sie wollen
Zu: "Harte Fronten vor EU-Gipfel", Agenturbeitrag (Politik, 28. Juni):
Schreiben wir doch einmal Tacheles: Wenn ein Staat – wie derzeit Italien – versucht, einen anderen Staat zu erpressen, dann müsste dies auf die eine oder andere Weise strafbar sein – wie im richtigen Leben. Länder, vorwiegend in der EU-Zone, die über Jahre hinweg sehenden Auges ihre Finanzen und damit ihre Wirtschaft vor die Wand, sprich in den betrügerischen Bankrott, gefahren haben, verlangen dreist und mit lautstarker Unterstützung der EU-Kommission, dass die wenigen Länder, die vernünftig gewirtschaftet haben, für die Schulden von Bankrotteuren einstehen und dies unter Bruch vieler Verträge (Maastricht, Lissabon).
Frau Merkel und Herr Schäuble fahren eine klare Linie, die uns Steuerzahler, von denen ja das Geld kommt, überzeugen müsste. Aber wenn es dann in unserem Land Politiker gibt, die einer Politik das Wort reden, dass die sparsamen Länder in den Gemeinschaftstopf einzahlen und die bankrotten Länder ihren eigenen Wünschen entsprechend unkontrolliert rausnehmen, und so unserer Regierung in den Rücken fallen, dann wissen sie nicht oder – schlimmer noch – wollen es nicht wissen, dass sie die Folgen tragen müssen.
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Autor: Werner W. Wischmann, Bad Krozingen



