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30. Juni 2012

Werbung um Organspenden

Die Feststellung des Hirntods ist mit zu vielen Unsicherheiten behaftet

Zu: "Vom Hirntod zur Organspende", Beitrag von Michael Neubauer und Agenturbeitrag (Politik, 26. Mai):

Langsam kann ich es nicht mehr ertragen, dass ständig auf Hochglanz um Organspenden geworben wird, ohne die potentiell Willigen wie die auf Transplantationen Wartenden aufzuklären, was sich zwischen Hirn- und Herztod, dem endgültigen Todeseintritt, abspielt. Wie tot ist Mensch bei Hirntod? Dazu seien Stichworte genannt, wie Erlanger Baby und Musiktherapie, auf die Hirntote nachweislich ansprechen. Organentnahme unter Narkose? Bisher kann diese Frage weder von der Medizin noch von anderen Wissenschaften mit Sicherheit beantwortet werden, denn die Feststellung des Hirntods ist mit einer Reihe von Unsicherheiten behaftet. Die Tatsache, dass erst seit der Möglichkeit der Organtransplantation zwischen Hirn- und Herztod unterschieden wird und dass ein hirntoter Körper einen Gebrauchswert von 250 000 Euro hat, (das Gebären und Großziehen von Kindern hingegen so gut, wie nichts wert ist in der Gesellschaft) führen zu kritischem Nachdenken.
Thea Philipp-Schöllermann, Grenzach-Wyhlen

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Autor: Thea Philipp-Schöllermann, Grenzach-Wyhlen


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