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08. Februar 2012
Kleinkindbetreuung im Land
Die Industriegesellschaft hat kein Auge für die Bedürfnisse der Kleinsten
Zu: "Ein Kind braucht ein ganzes Dorf", Beitrag von Anita Rüffer (Politik, 27. Januar):
Glückwunsch der BZ für ihren super Beitrag! Bei der Kleinkindbetreuung handle es sich um eine körperlich und psychisch höchst anspruchsvolle Tätigkeit, laut Prof. Gutknecht. Auch sei eine einfühlsame Beziehung als Voraussetzung für eine gute Entwicklung der Kinder wichtig.
Nur in zwei Prozent der deutschen Gruppenbetreuungseinrichtungen haben die Wissenschaftler laut Dr. Böhme die notwendige hohe Qualität angetroffen. Es werden bei uns zwei Fachkräfte als finanzierbarer Kompromiss für zehn Kinder unter drei Jahren angesehen, doch schon das scheitere aus Personalmangel. Schon dieser Schlüssel bedeutet Fließbandabfertigung. Allein fünf Kinder ständig zu wickeln und zu füttern, geht auf Dauer gar nicht. Auch das tiefe Mitempfinden ist so nicht möglich.
Die Industriegesellschaft hat die Bedürfnisse von kleinen Kindern aus den Augen verloren. Für eine gesunde Entwicklung brauchen die Kinder, besonders in den ersten drei Lebensjahren die Liebe und Zeit ihrer Eltern. Die Eltern brauchen finanzielle Hilfe, damit sie diese wichtige Lebensgrundlage für den Aufbau von Beziehung aufbauen können. Auch ist diese finanzielle Hilfe nötig für die Eltern, dass sie eine echte Wahlmöglichkeit haben zwischen Beruf oder um diese wichtige Zeit mit ihren Kindern erleben zu können. Mit dem Geld könnte auch zeitweise eine qualifizierte Betreuung in gewohnter Umgebung des Kindes finanziert werden.
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Fazit: Das Geld für den erforderlichen Krippenausbau ist überhaupt nicht vorhanden. Die Finanzierung der Familien wäre wesentlich besser und billiger.
Autor: Edith Lewedei, Simonswald
