Österreichs Neue Regierung

Die Mehrheit der österreichischen Wähler hofft auf eine vernünftige Politik, die das Land zukunftsfähig hält

Dr. Bernhard Bernauer, Freiburg

Von Dr. Bernhard Bernauer & Freiburg

Di, 02. Januar 2018

Leserbriefe

Zu: "Alles halb so schlimm?", Beitrag von Adelheid Wölf (Politik, 19. Dezember):
Frau Wölfl kommt in ihrem Kommentar zu der Einschätzung, in Österreich werde die neue Regierung mit Apathie und Fatalismus hingenommen. Das mag dort für manche Grüne und Linke zutreffen, sicher aber nicht für die deutliche Mehrheit der österreichischen Wählerinnen und Wähler, die genau diese Regierung wollten und auf eine vernünftige Politik hoffen, die das Land zukunftsfähig hält.

Eine Begrenzung der zu etwa dreiviertel muslimischen Einwanderung nach Europa über das Asylrecht wird schließlich auch von anderen EU-Staaten, besonders den osteuropäischen, als politisches Ziel angesehen. Eine konsequentere Haltung Österreichs in dieser Frage wird deshalb die EU eher stärken als schwächen. Es ist kein Verrat an Grundrechten, wenn Europa und speziell das Einwanderungsland Deutschland, nicht bereit ist, jedes Jahr Millionen vorwiegend muslimischer junger Männer aus Afrika und Asien aufzunehmen. Es ist vielmehr ein zwingendes Gebot der Vernunft.

Das kann man sich anhand des UNO-Weltbevölkerungsberichtes 2017 am Beispiel Afrikas klarmachen. Jedes Jahr kommen dort gut 30 Millionen Menschen hinzu. Nimmt die EU jährlich einige Millionen Menschen aus Afrika auf, wäre dies nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Die Folge für die EU-Länder wäre jedoch höchstwahrscheinlich massive Zwietracht bis hin zum Verfall, ein Chaos von Kriminalität, Staatsversagen, Terrorismus und finanziellem Ruin. Übrigens war auch Freiburg über Jahrhunderte Teil Österreichs. Wir sollten das Heimatland unserer Vorfahren nicht schlechtreden.
Dr. Bernhard Bernauer, Freiburg