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08. Februar 2012
Tod eines Pflegekindes
Dieser Fall lässt mich nicht mehr los
Zu: "Ein Tod, der viele Fragen aufwirft", Agenturbeitrag (Aus aller Welt, 31. Januar):
Ich frage mich: Wie groß ist das Bedürfnis, ein Kind in Pflege zu nehmen oder lockt mehr die monatliche Finanzspritze? Der Fall von Chantal lässt mich nicht los! Wie ist es möglich, ein gesundes und fröhliches Kind wie Chantal in eine Drogenfamilie zu vermitteln (und wieder einmal wissen es alle bis auf die Betreuer). Wo sind da die Verantwortlichen, was sind das für Leute? Heute lese ich in der Zeitung: "Nach der tödlichen Methadonvergiftung eines Pflegekindes beschließt Hamburg neue Regelungen für die Vermittlung von Kindern." Verdammt noch mal! Muss immer erst ein Menschenleben geopfert werden, damit sich was ändert? Ich habe jahrelang in meinem Beruf versucht, mit dem Jugendamt zusammenzuarbeiten, ich weiß, wie da gearbeitet wurde und offenbar immer noch wird. Wenn es um das Wohl eines Kindes geht, hat Paragraphenreiterei keinen Platz. Ich bin zutiefst erschüttert!
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Autor: Ursula Rümelin, Grenzach-Wyhlen
