Solarstrom

Eine entsprechende Förderung könnte Anreize setzen

Sebastian Müller

Von Sebastian Müller (Freiburg)

Mo, 21. Januar 2019

Leserbriefe

Zu: "Nun, dann hoffen wir in diesem Fall mal", Zuschrift von Bernt Nordalm (Forum, 14. Januar)

Als einer der Freiburger "Balkonsolarpioniere" möchte ich anmerken: Die Energieversorger müssen wir erst noch an Balkonsolaranlagen gewöhnen, so wie wir sie an Dachsolaranlagen gewöhnt haben. Derzeit sind wir mit der Badenova in Diskussion, wie der Netzanschluss für interessierte Personen ohne großen bürokratischen Aufwand geregelt werden kann. Unsere Position ist dabei, dass Energieversorgungsunternehmen den Anschluss nicht verweigern können, außer wenn von der Anlage Störungen für das Netz ausgehen würden. Was sehr unwahrscheinlich ist.

Eine Investition von zirka 400 Euro bewegt sich meiner Meinung nach eher im Bereich eines Konsumentengerätes. Wirtschaftlich ist eine solche Anlage wahrscheinlich, wenn die besagte Person über einen nicht verschatteten Balkon mit Blick nach Süden verfügt und der Anschluss ans Netz ohne große Kosten hergestellt werden kann, also bereits eine Steckdose auf dem Balkon vorhanden ist.

Spannend wäre es, wenn Balkonsolaranlagen in ein Förderprogramm der Stadt im Sinne von "900 Jahre – 900 Balkone" aufgenommen würden. Während die Kosten für ein Modul für viele bezahlbar sind, ergeben sich aus dem Anschluss eine Reihe von Bürokratismen. Hier wäre ein Angebot sinnvoll, bei dem der Verbraucher zum Festpreis das Modul anschließen lassen kann und auch die Anmeldung beim Energieversorger und die sichere Aufstellung beinhaltet sind. Möglicherweise ist das nicht vollständig zu einem verbraucherfreundlichen Preis darstellbar. Hier könnte entsprechende Förderung Anreize setzen, aber vor allem den Prozess vereinfachen.Sebastian Müller, Freiburg