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13. März 2010
Es geht doch gar nicht um die Würde der Opfer
Die Plakat-Aktion der Bundestags-Fraktion "Die Linke" hat auf die unschuldigen zivilen Opfer des Bombardements von Kunduz hingewiesen. Was aber ist der eigentliche Eklat? Ein Bombardement, das von Bundeswehr-Einheiten angefordert wurde, das für den Selbstschutz nicht nötig, aber für die Tötung von einigen Taliban-Führern brutalsten Kollateralschaden in Kauf nahm und als Kriegsverbrechen untersucht gehört.
Beim BZ-Titel "Kein Sinn für Würde" geht es nicht um die Würde der Opfer, sondern um die Würde der Volksvertretung. Einer Volksvertretung, die in vielen zentralen Fragen wie dem Afghanistan-Krieg, dem Mindestlohn und der Atomkraft keinen Sinn für den Willen des Volkes zeigt und in ihrem Glasparlament keine Störgeräusche haben will.
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Autor: Winfried Cordi, Freiburg
