Windkraft

Es gibt Fahrzeuge, die allein mit Gas betrieben werden

Herwig Wulf

Von Herwig Wulf (Kirchzarten)

Fr, 18. Januar 2019

Leserbriefe

Zu: "Stand-by-Kraftwerke müssen zur Verfügung stehen", Zuschrift von Rolf Schellinger (Forum, 28. Dezember)

Es ist keine neue Erkenntnis, dass Strom aus Wind und Sonne nicht ohne große Schwankungen gewonnen werden kann. Damit wird allgemein begründet, dass wenn nicht Atomkraft so doch Kohlekraftwerke – selbst aus Braunkohle – weiterhin betrieben werden müssen, damit bei schwacher Leistung aus erneuerbaren Energien Strom zur Verfügung steht.

Dabei wird aber vergessen, dass überschüssiger Strom aus erneuerbaren Energien durchaus gespeichert werden kann. Das ist möglich durch Power-to-Gas-Anlagen. In Baden-Württemberg besteht bereits in Wyhlen ein Stauwerk im Rhein, das mit dem Strom aus Wasserkraft Wasserstoff und Methan produzieren kann. Entsprechend kann auch Strom aus Windkraftanlagen genutzt werden, um Gas zu erzeugen. Mit Elektrizität wird Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff gespalten. Der Sauerstoff darf in die Luft gehen, der Wasserstoff wird Windgas. Das ist an vielen Orten in Deutschland bereits möglich, bleibt aber noch im Versuchsstadium, weil es nicht wirtschaftlich sei.

Es gäbe aber eine riesige Arbeitnehmerschaft im Auto-und Flugverkehr. Die Autoindustrie setzt zur Zeit verstärkt auf das Elektroauto, was jedoch nicht berücksichtigt, dass die Herstellung der notwendigen Batterien nicht umweltfreundlich sein kann. Warum wird der Betrieb mit Brennstoffzellen nicht ausgebaut? Ministerpräsident Kretschmann fährt neuerdings ein Auto mit Brennstoffzelle, das aber nicht aus Serienproduktion stammt. Es gibt längst Fahrzeuge, die allein mit Gas betrieben werden. Gas kann schließlich unbeschränkt gespeichert werden. Dies ist das Gebiet, das vorrangig ausgebaut werden muss. Herwig Wulf, Kirchzarten