Stopfleber

Gänsestopfen gilt als Tierquälerei

Claudia Benz, Freiburg

Von Claudia Benz & Freiburg

Fr, 29. Dezember 2017

Leserbriefe

Zu: "Tierquälerei und/oder Delikatesse?", Beitrag von Stefan Brändle (21. Dezember, aus aller Welt):

Sie stellen den Begriff der Tierquälerei neben den der Delikatesse. Rechtlich ist diese Frage in Deutschland beantwortet. Gänsestopfen gilt als Tierquälerei. In Deutschland, der Schweiz und in vielen EU-Ländern ist das Gänsestopfen deshalb verboten. Die Einfuhr aus Frankreich, eines der wenigen Länder, die die Leber noch herstellen, ist aber erlaubt.

Das ist aus meiner Sicht verlogen und nicht nachvollziehbar. Durch das Stopfen wird eine kranke Leber erzeugt, eine Fettleber, weil diese das viele Essen nicht verarbeiten kann. Kranke Tiere dürfen laut EU nicht verkauft werden. Sie gelten als gesundheitsgefährdend. Deswegen ist das Angebot auch rechtlich und gesundheitspolitisch umstritten.

Dass die Fettleber dennoch auch im grünen Freiburg häufig angeboten wird, wird mit der vorhandenen Nachfrage gerade aus dem gehobenen Segment der Kundschaft begründet. Es wäre schön, wenn die Nachfrage in Freiburg so sänke, dass es hier nirgends mehr dieses schreckliche Angebot geben müsste.

Claudia Benz, Freiburg