China

Gesellschaften schaufeln sich ihr eigenes Grab

Clemens Müller-Haser

Von Clemens Müller-Haser (Freiburg)

Mo, 11. Februar 2019

Leserbriefe

Zu: "Allianz voller Unbehagen", Leitartikel von Finn Mayer-Kuckuk (Politik, 29. Januar)

Es kann nicht sein, dass offene Gesellschaften so tun, als gäbe es kein totalitäres China, welches sich anschickt, die Nummer eins auf der Welt zu werden. Ein China, das "nie ein Rechtsstaat" sein wird, sollte so wenig wie möglich Zugriff auf Schlüsselindustrien haben. Die "technisch aufgerüstete Überwachung in China" ist ein Albtraum für jede Gesellschaft. Natürlich müssen sich Gesellschaften bezüglich China strategisch positionieren. Wenn man hier Fingerspitzengefühl verwechselt mit Sich-immer-Wegducken, um dann doch ein lukratives Geschäft auf dem großen chinesischen Markt mitzunehmen, ist dies ebenso "dumm wie gefährlich" und könnte dazu führen, dass sich offene Gesellschaften früher oder später ihr eigenes Grab schaufeln. In diesem Sinne sollte uns Ihr Leitartikel auch nicht leiten.Clemens Müller-Haser, Freiburg