Handwerk

Gesellschaftliches Ansehen eines Handwerkers wird seinem Können nicht gerecht

Rosalinde Stöcker

Von Rosalinde Stöcker (Holzhausen)

Fr, 11. Januar 2019

Leserbriefe

Zu: "Mit PC-Tastatur wird keine Wand hochgezogen", Zuschrift von Richard Wernet (Forum, 7. Januar)

Dem Leserbrief von Herrn Wernet kann ich uneingeschränkt zustimmen. Das gesellschaftliche Ansehen eines Handwerkers wird seinem Können nicht gerecht. Jeder Handwerker muss zum Beispiel ein Leistungsverzeichnis lesen können, die versteckten Fallstricke darin erkennen, die fachliche Kompetenz aufweisen, juristische sowie betriebswirtschaftliche Kenntnisse haben. Ansonsten zahlt er bitteres Lehrgeld. Der Handwerker muss Kopf, Herz und Hand einsetzen und mit dem Kunden freundlich und kompetent umgehen können.

Ich habe bisher mit all meinen Handwerkern gute Erfahrungen gemacht und zahle gerne einen angemessenen Stundenlohn für gute Arbeit. Mein ganzes Berufsleben habe ich in mittelständischen Handwerksbetrieben gearbeitet und weiß, was dort geleistet wird und wie die kleineren Betriebe zum Teil von Banken und Staat traktiert werden. Vor allen Handwerksberufen wie Schreiner, Zimmerer, Dachdecker, Gerüstbauer, Gärtner und Landschaftsgärtner, Installateur, Heizungsbauer... habe ich größte Achtung und wünsche mir das auch von unserer Gesellschaft, so dass man sich nicht mehr schämen muss, wenn man sagt, mein Sohn ist Handwerker und hat nicht studiert. Rosalinde Stöcker, Holzhausen