Hundebiss

Greift ein Hund einen anderen Hund an, erfährt die Öffentlichkeit nichts davon

Gabriele Kaltenbach

Von Gabriele Kaltenbach (Steinen)

Mi, 13. Juni 2018

Leserbriefe

Zu: "Rottweiler beißt fünf Menschen", Agenturbeitrag (Aus aller Welt, 28. Mai)

Von vielen Hunden geht oft durch Menschenverschulden eine potentielle Gefahr auch für andere Hunde aus. Die Öffentlichkeit sollte auch für dieses Thema sensibilisiert werden, denn ein Hund, der sich aggressiv gegen andere Hunde zeigt, kann sich auch aggressiv gegen Menschen verhalten.

Greift ein Hund einen anderen Hund an, so kann auch das schlimme Folgen haben, bis hin zum Todesfall. Warum erfährt die Öffentlichkeit davon nichts? Weil es "nur" ein Hund ist, der verletzt oder getötet wurde? Es wäre durchaus lohnenswert sich auch einmal mit diesem Thema zu befassen, betrifft es doch viele Hundehalter, die diese leidvolle Erfahrung machen mussten. Ist es die "Sorglosigkeit" oder die Unfähigkeit des Hundehalters, seinen Hund zu führen, die manche Hunde zur "lebenden Waffe" werden lässt? Auch wenn die Hunde ordnungsgemäß angeleint sind, muss gewährleistet werden, dass die Hundehalter im Falle einer Konfliktsituation fähig sind, auf ihre Hunde einzuwirken und sie gegebenenfalls auch zurückhalten können. Das ist leider nicht immer der Fall, sodass Hunde immer wieder eigene Entscheidungen treffen und andere Hunde angreifen mit oft fatalen Folgen. Was passiert mit Hunden, die eine derart niedrige Toleranzschwelle haben und unmittelbar zubeißen? Wird ein Hund auch nur einmal in dieser Weise auffällig, sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, den Hund zukünftig mit einem Maulkorb auszuführen.

Leider aber verkennen viele Hundehalter die Situation und schätzen die Toleranzschwelle ihres Hundes falsch ein. Es gibt aber auch jene Hundehalter, die um die niedrige Toleranzschwelle ihres Hundes wissen, und diesem freiwillig einen Maulkorb anlegen. Wäre jeder Hundehalter so kompetent, gäbe es auch in der Hundewelt weniger bedauernswerte Opfer. Gabriele Kaltenbach, Steinen