Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.
10. März 2010
Rehe
Heutzutage gibt es zu viele Förster
Meiner Meinung nach gibt es nicht zu viele Rehe, sondern zu viele Förster! Erst waren es die Waldarbeiter, die reduziert werden mussten. Jetzt sind es die Rehe. Wie soll das noch weitergehen? Immer mehr Förster erledigen stapelweise Büroarbeiten, machen den Jägern und Landwirten immer neue Vorschriften und überschütten sie mit Bürokram, den man eigentlich abschaffen wollte. Dazu dann noch das Privileg, dass Förster keine Jagdscheingebühren bezahlen und kein Beitrag zur Berufsgenossenschaft, wenn sie auf Staatsjagd jagen.
Die Jagdzeit fällt in die Dienstzeit, und Schussgeld bekommen sie auch noch. Aus Jägerkreisen höre ich immer wieder, man sollte praktisch und nicht wissenschaftlich jagen. Da im Forst eh keine Rendite mehr erwirtschaftet wird, sollte man die Anzahl der Förster deutlich reduziert und den Staatswald einfach der Natur überlassen, damit Reh und Hase wieder ungestört leben können.
Vor lauter Wald sieht man im Schwarzwald bald kein Stück Wild mehr. Urlauber bleiben weg, weil es nichts mehr zu sehen gibt. Was früher mal am Schwarzwald als Ferienregion geschätzt wurde, gibt es nicht mehr, markante Ausblicke sind zugewachsen. Vor 50 Jahren konnte man abends vorm Haus sitzen und mit dem Fernglas das Wild beobachten. So etwas gibt es schon lange nicht mehr. Hier sollte der Forst was tun und den Schwarzwald für den Tourismus wieder attraktiv machen. Von den Gästen ist zu hören, dass sie sich mehr über ein Stück Wild freuen als über viele Bäume.
Werbung
Autor: Jörg Herr, Elzach
