Tierschutz

Hier geht es um die Sicherheit, die Tiere wie fühlende Geschöpfe zu behandeln

Sylvia Bergoint-Terres

Von Sylvia Bergoint-Terres (Freiamt)

Sa, 19. Januar 2019

Leserbriefe

Zu: "Kameras in Schlachthöfen", Beitrag von Bernhard Walker (Wirtschaft, 9. Januar)

Da kommt aufgrund von Tierquälerei endlich einmal etwas Rechtes in die Gänge – nämlich die Initiative von Niedersachsens Landwirtschaftsministerin für eine bundesweite Videokontrolle in den Schlachthöfen – und schon melden sich die Bedenkenträger. Sie wollen dieses Vorhaben, das schon längst praktiziert werden müsste nach so vielen inzwischen bekannten tierschutzwidrigen Vorfällen, zerpflücken und kleinreden. Überall gibt es heutzutage Überwachungskameras, wenn es um Geld geht, für die Sicherheit von Menschenleben.

Hier geht es um die Sicherheit, Schlachttieren nicht auch noch den letzten furchtbarsten Lebensabschnitt zur Hölle zu machen, sondern sie wie fühlende Geschöpfe zu behandeln, denen laut Tierschutzgesetz unnötige Qualen zu ersparen sind. Verwunderlich ist und nachdenklich stimmt, dass eine Tierärztin, die selbst in der Schlachttier- und Fleischuntersuchung tätig ist, die meisten Bedenken vorbringt. Für die Sichtung der Videos auf tierschutzwidriges Verhalten benötigt ein einigermaßen empathisch veranlagter Mensch keine Schulung – nur gute Nerven, diese Schlachthofszenen auszuhalten. Ob ein Tier wirklich tot ist, ehe es weiterverarbeitet wird, liegt am Können und an der Beurteilung des Schlachters. Diesem ist mehr Zeit zu geben, sein Handwerk – im Auftrag der fleischessenden Menschen – ordnungsgemäß auszuführen. Sylvia Bergoint-Terres, Freiamt