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13. März 2010

Westerwelle und der Sozialstaat

Hier wird Sozialneid nach unten geschürt

In Grunde ist die ganze Geschichte verlogen. Das Schüren des Sozialneides nach unten ist keine Erfindung des 21. Jahrhunderts und schon gar nicht die Guido Westerwelles. Sie zeigt eine Entwicklung, die in der Geschichte der Bundesrepublik Ende der 70er Jahre angelegt ist und von dort aus Fahrt aufgenommen hat. Hier taucht auch zum ersten Mal die Wortschöpfung des "Sozialschmarotzers" auf. Solange man die Nutznießer – seien es die der Finanzkrise oder die im besonderen Maße von den ungleichen Bedingungen Profitierenden – steuerlich nicht heranzieht, wird kaum eine andere Wahl bleiben, als jene weiter zu schröpfen, für die der Sozialstaat eine Lebensnotwendigkeit darstellt. So ist es nur konsequent, den Sozialneid nach unten wach zu halten und ihn nach Bedarf in Frontstellung zu bringen.

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Autor: Matthias Bauer, Endingen