Arbeitsklagen am Theater

Hoffentlich macht dieses Urteil Schule

Fabian Kiehne, Reutlingen

Von Fabian Kiehne & Reutlingen

Mo, 19. Juni 2017

Leserbriefe

Zu: "Ist das noch Kunst oder schon Technik?", Beitrag von Julia Littmann (Wirtschaft, 13. Juni):

Man kann eventuell bei der befristeten Beschäftigung von künstlerischem Personal noch beide Augen zu drücken (ich nicht) und Argumente wie "jährlich wechselnde Darbietungen" anführen. Bei Technikern, die als hausinterne Dienstleister fungieren und die Aufträge des Inszenierenden ausführen, ist ein ständiger Wechsel völlig unsinnig.

Generell stellt eine befristete Beschäftigung für eine längerfristige Lebensplanung ein echtes Problem dar. Auch ein Einstehen für die eigenen Interessen im Betrieb (zum Beispiel bei Verletzung des Arbeitszeitgesetzes durch den Arbeitgeber) wird damit meistens unterbunden. Natürlich äußerst reizvoll für jeden Arbeitgeber – aber nicht am Menschen orientiert! Ein richtiges und wichtiges Urteil, das hoffentlich Schule macht!
Fabian Kiehne, Reutlingen