Verkehrspolitik

Kapazitäten von Tram und Bus erweitern

Lukas Kaufhold, Freiburg

Von Lukas Kaufhold & Freiburg

Mo, 16. April 2018

Leserbriefe

Zu: "Scheuer: Kein neuer Fonds für alte Diesel", Beitrag von Wolfgang Mulke (Wirtschaft, 11. April)

Für das Sofortprogramm "Saubere Luft" soll gerade mal eine Milliarde Euro bereitstehen. Dafür kann man drei bis fünf Kilometer U-Bahn bohren. Die deutschen U-Bahn-Städte werden dafür sorgen, dass für den Rest nur Brösel bleiben.

Um Autofahrer zum Umstieg auf Tram und Bus zu bewegen, sind ganz andere Investitionsgrößenordnungen erforderlich, da müssen erst die Kapazitäten von Tram und Bus ordentlich erweitert werden. Lassen sich Automobilisten von den derzeitigen Verhältnissen im ÖPNV nicht eher abschrecken? Seit wann haben Autos Stehplätze, vom "Papamobil" im Vatikan abgesehen?

Im Interesse der Schadstoffreduzierung muss der kürzlich verkündete Investitionsstopp bei der Freiburger VAG zurückgenommen werden und auf die Maximierung des Kostendeckungsgrades verzichtet werden. Freiburg gehört zu den ÖPNV-Musterstädten, vergleichbar nur mit der Schweiz.

Freiburg sollte sich nicht mit zwei Elektrobussen begnügen, neue Trams müssen wesentlich mehr Sitzplätze haben als die letzte Lieferung und nicht zum Ersatz, sondern zur Ergänzung älterer Fahrzeuge dienen. Intelligente Lösungen zur Kapazitätserweiterung sind gesucht.
Lukas Kaufhold, Freiburg