Windkraft

Kollateralschäden sind vom Klimawandel verursacht

Michael Konstanzer

Von Michael Konstanzer (Freiburg)

Sa, 15. September 2018

Leserbriefe

Zu: "Landschaftsästhetische Kollateralschäden", Zuschrift von Karl Hillebrand (Forum, 8. September)

Es ist allgemein jedermann einleuchtend, dass der hier erzeugte Strom günstiger sein muss als der, der von weit her über lange Leitungen zu uns kommt.

Die Kollateralschäden in unserer Landschaft werden sicher nicht durch das Erscheinungsbild der neuen Windräder verursacht, sondern vom Klimawandel mit Trockenheit, Stürmen und so weiter. Das leuchtet auch jedermann ein. Ich verstehe nicht, weshalb die BZ die angebliche Beeinflussung der Landschaftsästhetik durch Windräder so prominent platziert.

Viele Menschen empfinden das Erscheinungsbild der Windräder sogar als schön und als Zeichen, dass der Mensch nicht tatenlos zuschaut, wie zum Beispiel durch Kohlestromerzeugung immer mehr Natur geschädigt wird. Ich empfehle Herrn Hillebrand einmal nach Hambach, Zittau, Bautzen und so weiter zu reisen und dort zu sehen, was mit der Landschaft passiert ist. Ich kann ihm gern Fotos von einem riesigen Tagebau senden.

Es gibt Studien, die beweisen, dass Schwarzwaldurlauber sich nicht an Windrädern stören. In St. Peter hat man auf der "Platte" dazu sehr schöne Infotafeln aufgestellt. Wie findet Herr Hillebrand denn die vielen Kondensstreifen der Flugzeuge am nicht mehr blauen Himmel? Sie zeugen von einer wesentlich größeren, permanenten Umweltzerstörung.
Michael Konstanzer, Freiburg