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04. September 2008

Landnahme-Ideologie befördert den Konflikt

Dem aufmerksamen Beobachter entgeht nicht, dass mittlerweile immer mehr Medien über Israels Vorgehen gegen die Palästinenser kritischer werden. Immer mehr Menschen befragen ihr Gewissen und äußern sich deshalb kritisch gegenüber Israel. Interessant erscheint daraufhin das Agieren jener, die jede Kritik an Geschichte und Politik Israels als grundsätzlich unzulässig erklären. Da hagelt es nicht selten wüste Beschimpfungen, anstatt sich sachlich und kenntnisreich mit den Fakten in Nahen Osten auseinanderzusetzen. So scheint es Frau Bohn z.B. in ihrem Eifer entgangen zu sein, dass Frau Asfour sicherlich nicht Oliven verkauft hat, sondern Olivenöl. Dieses Projekt wird unter anderem von Züricher Juden gemanagt. Juden, die sich vielleicht selbst hassen? Oder sind sie nur betroffen, entsetzt über die Gräueltaten in Israel? Viel zu lange ist darüber hinweggesehen und geschwiegen worden, dass der seit sechs Jahrzehnten schwelende Konflikt im Nahen Osten nicht nur auf dem Vernichtungswillen arabisch-islamischer Nationalisten, Fanatikern und Antisemiten beruht, sondern auf der Landnahme-Ideologie Israels. Bitte, Frau Bohn, schauen sie sich die Karte Israels einmal an! Jedes Land hat feste Grenzen? Wo sind die Grenzen Israels, die doch täglich erweitert werden?

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Autor: Inge Mertes, Lörrach


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