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03. August 2012
Syrien
Leben wir eigentlich noch vor der Aufklärung?
Zu: "400 000 Syrer auf der Flucht", Beitrag von Inge Günther (Politik, 25. Juli):
Der Völkermord in Syrien dauert nun schon eineinhalb Jahre. Tausende durch das Regime abgeschlachtete Menschen. 197 UNO-Staaten haben je eine Stimme, um wirkungsvolle Resolutionen zu beantragen und durchzusetzen. Nichts geschieht, weil erbärmliche fünf Staaten sich ein völlig unnachvollziehbares Vetorecht erzwungen haben. Darunter Russland und China, die bis heute keinerlei Beweis für Achtung der Menschenrechte geliefert haben.
Leben wir denn noch vor der Aufklärung? Ein vereinter Abbruch der diplomatischen Beziehung wäre zwingend gewesen und ein vorübergehender Ausschluss aus der UNO. Wer sind die Nächsten, die von uns, der UNO, im Stich gelassen werden?
Autor: Otto Walczuch, Gundelfingen
2 Kommentare
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Rainer Viesel
Registriert seit: 06.08.2012
Kommentare: 1
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06. August 2012 - 10:52 Uhr
SYRIEN
Zu: "400000 Syrer auf der Flucht" Leserbrief "Leben wir eigentlich noch vor der Aufklärung?"
Der Spruch: Im Krieg stirbt die Wahrheit als erstes ist leider falsch. Bevor es zum Krieg kommen kann muss die Wahrheit schon längst tot sein. So auch in Syrien. Analysiert man die Medienberichte der Kriege im Irak, Afghanistan und Libyen so wird klar dass die Geschehnisse von den Medienberichten durchaus abweichen können. Warum sollte sich dies ausgerechnet in Syrien ändern? Wir können also davon ausgehen dass alle Meldungen mit Vorsicht und gesundem Menschenverstand zu genießen sind. Bei Syrischen Berichterstattungen sind häufig Worte wie "unbestätigt", "von der Gegenseite dementiert", "ein Einwohner berichtet", "nach Aussage eines Rebellen" usw. zu lesen. Filmmaterial ist trotz der heutigen Technik häufig sehr schlecht, verwackelt und darum auch kaum zu bewerten.
Während die Regierungstruppen immer klar benannt werden, wird bei der Bezeichnung der Gegenseite gewechselt zwischen Aufständischen, Rebellen, Oppositionellen, ausländischen Söldnern, Terroristen, Al Quaida, PKK und weiteren "Interessengruppen". Genau wie die Spekulationen über inoffiziell beteiligte Länder aus Europa, dem nahen Osten und Russland.
Aus diesen Gründen kann nicht erwiesen werden durch wen und in welchem Ausmaß Völkerrechtsverletzungen durchgeführt werden. Ein militärisches Eingreifen aus dem Ausland würde sich einseitig gegen die aktuell noch rechtmäßige Regierung von Baschar Al-Assad richten. Darum halte ich die Nutzung des Vetorechts für eine vernünftige und legitime Alternative und sehe in diesem Handeln keinen Grund die entsprechenden Länder zu diskreditieren. Das Veto ist ein wirkungsvollerer Schutz für die Syrische Bevölkerung als ein militärisches Eingreifen. Schaum vor dem Mund hat noch nie zu einer nachhaltigen Lösung beigetragen. Nur der ernsthafte Dialog und der ehrliche Wunsch nach einem Kompromiss führen zu einer tragbaren Lösung.
Rainer Viesel
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Bert Pavel
Registriert seit: 19.07.2012
Kommentare: 328
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06. August 2012 - 12:10 Uhr
Die Regierung Assad hat ihre Anhänger im Glaubensbereich von
Alaviten und Christen. Die Rebellen und das gesamte Heer der
Aufständischen besteht aus Muslimen der anderen Richtungen.
Komischerweise unterstützt der Westen die Aufständischen die nach
einem Sieg möglicherweise einen Gottesstaat installieren inkl. der
Scharia.
Sind die Russen und China schlauer als der Rest der Welt?
Die Antwort bekommen wir!
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