Niemand regt sich über erschossenes Rotwild auf

Georg Dutschke

Von Georg Dutschke (Todtnau)

Mi, 16. Mai 2018

Leserbriefe

Nachdem in der Presse gerade in Bezug auf "Naturthemen", wie zum Beispiel Naturschutz, Wildtiere, Jagd, oftmals die nicht selten ideologisch verblendete und fern jeder Realität angesiedelte Meinung von Naturschutzverbänden und Stadtbevölkerung wiedergegeben wird, endlich mal ein Bericht, der die Fakten wohltuend realistisch auf den Punkt bringt – klasse!

Was die einseitige "Wolfs-Willkommenskultur" betrifft, frage ich mich: Weshalb regen sich diese Leute nicht ansatzweise darüber auf, dass einem anderen faszinierenden Wildtier, das sogar als "König der Wälder" bezeichnet wird, dem Rotwild, lediglich in den wenigen sehr knapp bemessenen sogenannten Rotwildgebieten ein Lebensrecht zugestanden wird? Außerdem muss das Rotwild – per staatlicher Verordnung – sofort erlegt werden, sobald es diese kleinen "Reservate" verlässt.

Vielleicht liegt der Unterschied darin, dass Rotwild Bäume frisst und Wölfe hingegen Schafe, Ziegen und andere Wildtiere.

Zur Klarstellung: Ich bin kein Wolfsgegner – im Gegenteil, ich finde, dass der Wolf sogar ein ganz faszinierendes Wildtier ist.

Aber man muss in einer vom Menschen bewirtschafteten Kulturlandschaft realistisch abwägen und wie bei anderen Wildarten gegebenenfalls auch steuern dürfen, in welcher Anzahl er in welche Lebensräume passt.
Georg Dutschke, Todtnau