AfD

Nun will sie das Europäische Parlament auflösen

Conrad Fink (Freiberg am Neckar)

Von Conrad Fink (Freiberg am Neckar)

Mo, 21. Januar 2019

Leserbriefe

Zu: "AfD fordert Rückbau der EU", Beitrag von Katja Bauer (Politik, 14. Januar)

In den Talkshows und Glossen der Medien wird viel gerätselt, warum das Volk greint, AfD und andere Populisten wählt oder auf die Straße geht. Seien es nun die Gilets Jaunes, die Cinque Stelle, die Brexiteers oder Pegida. Auch fragt sich mancher Politkommentator, warum weltweit rechte Populisten und Diktatoren aus dem Boden schießen wie Pilze auf warmem Pferdemist. Wir schwimmen seit Jahren auf einer Welle der Hochkonjunktur, die Steuergelder sprudeln, und die Politiker werfen das Geld aus dem Fenster. Auch wird uns gesagt, dass es der Welt immer besser geht.

Es ist die Lust am Untergang. Viele merken, dass der Laden nicht mehr steuerbar ist, und hauen mit Fleiß das noch zusammen, was ein bisschen Sicherheit und Verlässlichkeit bietet und uns Wohlstand gebracht hat. Jüngstes Beispiel: die AfD. Nun hat sie den Dexit ausgerufen und will das Europäische Parlament auflösen, einst auch geschaffen, um die aggressiven nationalen Kriegstreiber zu zähmen.

Eine Grundregel der US-amerikanischen Politik ist es, seine Gegner in Streit zu verwickeln und damit zu schwächen. Dies hat sich der ehemalige Chefideologe Trumps und Rechtspopulist Steve Bannon zur Aufgabe gemacht. Sein Ziel ist es, die Rechten in Europa zu einen und die Europäische Gemeinschaft damit zu zerschlagen. Dabei macht er Fortschritte. Was bei einem Europa der Nationalisten herauskommt, wissen wir ja aus der Geschichte nur zu gut. Conrad Fink, Freiberg am Neckar