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20. August 2008

Raue und weiche Lieder hat er meisterlich gespielt

Joachim Schneider stellt Ben Harper als müde, fast schon unmotiviert dar und verreißt den gesamten Auftritt auf eine meiner Meinung nach sehr unangemessene Art und Weise.

Ben Harper ist eine Art singender Bürgerrechtler, wie er heute nur noch selten gesehen wird, mit einem Programm, das auf dem diesjährigen ZMF seinesgleichen gesucht hat. Raue und weiche Lieder rund um Schmerz und Selbstbehauptung, wie sie Ben Harper meisterlich gespielt hat, kann man nicht wie sie sich Joachim Schneider anscheinend wünscht, Stück an Stück, wie es sie auf CD gibt, ans Publikum bringen. Das Zusammenspiel der Band funktionierte auch absolut harmonisch, der Gitarrist ist endlich wirklich in der Band angekommen und das gegenseitige "Aufpuschen" des Drummers und des Perkussionisten war eine musikalische Meisterleistung.

Ich weiß, Kulturkritiken sind oft subjektiv, aber ich muss doch bitten, ein Ausnahmeprogramm, das vielleicht auch aufgrund des Wahlkampfes in den USA sehr bürgerrechtlich gehalten war, so auseinanderzunehmen, bloß weil der Autor vielleicht selbst einen schlechten Tag erwischt hat, ist meiner Meinung nach absolut nicht angebracht.

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Autor: Linus Lebugle, Staufen