Wolf

Sinnvoll wäre Aufklärung für Nutztierhalter

Roswitha Gasche (Freiburg-Tiengen)

Von Roswitha Gasche (Freiburg-Tiengen)

Sa, 19. Januar 2019

Leserbriefe

Zu: "Kann ein Chip die Schafe schützen?", Agenturbeitrag (Politik, 10. Januar)

Ein vom Nutztierhalter vorgeschlagener Chip für Wölfe setzt eine sachgemäße Betäubung des Tieres durch einen kompetenten Tierarzt voraus. Negativ wäre die mögliche Ortung des Einzeltieres sowie deren Folgen: Publizierung in der Presse und damit potenzielle Anlockung von schussfreudigen Waffenbesitzern.

Herdenschutzhunde sind keine Killermaschinen, sondern gute Hunde, die in und mit der Herde leben und sie schützen – vorausgesetzt, dass die menschliche Bezugsperson den Hund sachgerecht hält und pflegt, insbesondere dass der Hundehalter als Leithund akzeptiert ist. Vorhandene Zäune (egal wie dimensioniert) sind die für den Hund maßgeblichen Reviergrenzen, innerhalb derer er schützt.

Mein Fazit: Ein Chip am Wolf ist abzulehnen. Aufklärung für Nutztierhalter wäre sinnvoll, damit der Wolf nicht weiter als Untier dargestellt wird, sondern als schützenswerte Kreatur der Natur.
Roswitha Gasche, Freiburg-Tiengen