Kohlendioxid

So ein Sensibelchen ist unser Planet Erde nicht

Jochen Uebel

Von Jochen Uebel (Freiburg)

Do, 06. Dezember 2018

Leserbriefe

Zu: "Es wird so viel CO2 ausgestoßen wie noch nie", Agenturmeldung (Politik, 28. November)

Erneut wird behauptet, Kohlendioxid sei klimaschädigend. Erneut sei deshalb darauf hingewiesen: Nur ganze 0,04 Prozent (400 ppm) unserer Atmosphäre bestehen aus CO2. Davon wiederum sind nur zirka drei Prozent menschengemacht, mithin 0,0012 Prozent (12 ppm). Richtig: Dieses "anthropogene" CO2 hat in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen: um etwa 30 Prozent. Mithin von 0,0009 Prozent auf eben die heutigen 0,0012 Prozent. Eine Schwankung, die sich drei Stellen hinter dem Ein-Prozent-Komma abspielt, kann aber nicht derart gravierende Klimafolgen zeitigen, wie man das gerne behauptet. So ein Sensibelchen ist unser Planet Erde denn doch wieder nicht.

Wie aber kam es zu der zurückliegenden Erwärmung? Die Antwort ist dort zu suchen, wo die größeren Einflussfaktoren wirken: in dem gerade einmal acht Lichtminuten entfernten Zentralgestirn, um das die Erde kreist. Daran wird die Menschheit demnächst schmerzhaft erinnert werden, zeigt doch die Sonne seit 2018 einen dramatischen, wenn auch zyklischen und also natürlichen Rückgang ihrer Aktivität: Mehr als 180 Tage dieses Jahres war sie ohne jeden Sonnenfleck. Heißt: Sie ging in den Schlafmodus. Und das war schon immer ein Vorbote gewesen für irdische Abkühlungsphasen.

Ja, die eingangs zitierte Meldung wurde von einer Nachrichtenagentur angeliefert. Aber auch das Narrativ solcher Quellen sollte die BZ nie unkritisch wiedergeben.Jochen Uebel, Freiburg