Rüstung

Stationierung neuer Raketen muss verhindert werden

Peter Schwenkenberg (Bad Krozingen)

Von Peter Schwenkenberg (Bad Krozingen)

Fr, 18. Januar 2019

Leserbriefe

Zu: "Unabhängigkeit unseres Kontinents nur mit glaubhafter Aufrüstung", Zuschrift von Fred Kletzin (Forum, 7. Januar)

Viel eher als gedacht könnte eine neue Friedensbewegung nötig werden, wobei insbesondere der Jugend in Deutschlands Südwesten eine wichtige Rolle zuwachsen könnte. Nämlich dann, wenn unsere Politik versagt, wie so oft in den letzten Jahrhunderten. Wegen der atomaren Möglichkeiten und unterschiedlicher Interessen könnte es nun tatsächlich um Sein oder Nichtsein Mitteleuropas gehen.

Die Stationierung neuer Raketen muss verhindert werden. Eine Dorthin-Entwicklung wäre schon schlimm; wenn beispielsweise Menschen und Kapital aus Europa abwanderten, just in solche Regionen, die angeblich einen Nuklearschirm über uns aufspannen sollen. Völlig unverständlich war, dass Heiko Maas bei seiner Amtseinführung vor großem Publikum die jetzt von ihm kritisierte Richtung unnötigerweise vorgab, als er Russland wegen der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim kritisierte.

Das Völkerrecht ist stark von den damaligen Kolonialmächten geprägt worden, sogar eine Ächtung von Bombardierungen konnte nicht erreicht werden. Aber dies sollte den Menschen dienen, auf der Krim und in der Ostukraine. Wären Verhandlungen über kluge Autonomiestatuten wirklich nicht möglich gewesen? Dann hätten Russen weiterhin Brötchen auf Russisch kaufen können und die russische Flotte hätte einen dauerhaft, unbeeinflussbaren Hafen auf der Krim gehabt.

Peter Schwenkenberg, Bad Krozingen