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17. März 2010

Und der Klimaschutz bleibt für die Sonntagsreden

Der Solarstromlieferant erhält einen für 20 Jahre gesetzlich abgesicherten Preis für die von ihm gelieferte Ware Strom - und nur für diese! Diese Einspeisevergütung mit einer Festgeldrendite zu vergleichen, ist abwegig. Der Festgeldanleger kann sein gesichertes Kapital jederzeit wieder abholen, der Solaranlagenbesitzer nicht. Es ist völlig ungewiss, welchen Wert seine fest installierte Anlage nach Ablauf von 20 Jahren noch hat.

Wahrscheinlich ist sie nach einigen weiteren Jahren völlig wertlos – Entsorgung auf seine eigene Kosten. Im Laufe der Lebensdauer wird die Anlage auch immer weniger Strom liefern und damit geringere Einspeisevergütung. Viele Betreiber von Solaranlagen nehmen den Umwelt- und Klimaschutz sehr ernst und setzen dafür eigenes Kapital ein – mit ungewissem Ausgang. Warum sollen sie dafür keinen Ertrag erhalten? Wenn der sogenannte Förderbetrag in Deutschland wirklich über zwei Milliarden Euro beträgt, stellt sich noch die Frage, wieviele Milliarden Förderung die Erzeuger von Atomenergie schon erhalten haben und wieviele sie noch erhalten müssen zur Lösung ihrer Atommüllprobleme?

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Die jetzige Regierung will mit dieser Gesetzesänderung und im Zusammenhang mit der Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken offensichtlich andere Wirtschaftskreise fördern. Klima- und Umweltschutz bleiben für die Sonntagsreden.

Autor: Hans Georg Fürderer, Lahr