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03. Februar 2012
"Lohengrin"-Inszenierung am Freiburger Theater
Wäre der Vorhang doch nur unten geblieben!
Zu: "Dort, wo man Bücher verbrennt...", Beitrag von Alexander Dick (Kultur, 23. Januar):
Gibt es keine Harmonie mehr? Musik und Inszenierung gehören verschiedenen Welten an. Der Musikgenuss wird durch das einzige Bühnenbild gestört – über Stunden braun-grau. Sensible Stellen werden ins Alberne gezogen, verzerrt, entstellt. Sicher, bei manchen Textpassagen drängt sich die braune Vergangenheit auf. Der Lohengrin kann Enttäuschungen vertragen, aber bitte so, dass man nicht ständig zwischen Genuss und Verdruss hin- und weggerissen wird. Ich gehe nicht ins Theater, um Vergangenheit aufzuarbeiten. Die Spiegeleffekte am Anfang auf dem Vorhang ließen auf Ideen hoffen, auf Neues. Wäre der Vorhang besser unten und uns einiges erspart geblieben. Ein "Gesamtwerk" in Wagners Sinne war das nicht. Töne rufen beim Zuhören Farben hervor, braun-graue nicht!
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Autor: Gertrud Maria Pfister, Freiburg
