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05. September 2008

Dienst- und Firmenwagen

Wir brauchen eine ökologische Besteuerung

Die Regierung hat ehrgeizige Ziele, sie will den Kohlendioxid Ausstoß drastisch senken. Umso unverständlicher ist es, dass sie Unternehmen erlaubt, die Kosten ihrer Pkws in voller Höhe von der Steuer abzusetzen. Für alle Firmenwagen gilt zurzeit: Die Anschaffungskosten können über sechs Jahre, die Spritkosten der Fahrzeuge jährlich in voller Höhe von der Steuer abgesetzt werden. Hinzu kommt, dass PS-starke Dienstwagen in vielen Unternehmen die Gehaltserhöhung ersetzen. Die damit verbundenen höheren Sozialabgaben fehlen, die Abschreibungen sorgen für ein Minus bei den Einnahmen. So entgehen dem Staat Jahr für Jahr Milliarden Euro an Steuern und Sozialabgaben. Selbst Unternehmen mit Millionengewinnen holen sich auf diese Weise oft mehr als 60 Prozent der Anschaffungskosten ihrer Pkws über ihre Steuerabschreibungen von der Allgemeinheit zurück.

Das ist unbefriedigend und fördert natürlich den Absatz schwerer und klimaschädlicher Fahrzeuge. Was wir brauchen, ist eine ökologische Reform der Besteuerung von Firmen- und Dienstwagen, die sich gestaffelt nach dem Kohlendioxidausstoß orientiert.

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Es geht nicht an, dass die Bürger die Spritfresser der Unternehmen bezahlen und selbst überall sparen sollen.

Autor: Maria Fischer, Ludwigsburg