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20. März 2017

Srpache

Wir haben die Sprache heruntergewirtschaftet

Zu: "In der deutschen Sprache habe ich eine Heimat gefunden", Agenturbeitrag (Kultur, 8. März):

Der Bericht über Abbas Khider hat etwas Tröstliches. Hier ist einer, der die deutsche Sprache in ihrer Schönheit erfährt, sie als etwas "Mütterliches" erlebt. Brauchen wir fremde Menschen, um unseren ureigenen Besitz neu zu entdecken? Wir haben unsere Sprache übel heruntergewirtschaftet, mit Anglizismen verseucht und in ein sprechblasiges Kauderwelsch verunstaltet. Mehr als 50 Prozent unseres Wortschatzes sind bereits verloren gegangen (vergleichbar den verlorenen Tier- und Pflanzenarten der Erde). Sind wir denn unserer wunderbaren Sprache noch würdig? Danke allen Fremden, die die deutsche Sprache lieben und wertschätzen!Ulf Schünemann-Killian, Weil am Rhein

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Autor: Ulf Schünemann-Killian, Weil am Rhein