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17. Dezember 2011
Neue Gebühren für Abwasser stehen fest
Beschluss im Merdinger Rat.
MERDINGEN (schö). Einstimmig verabschiedete der Merdinger Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung die Gebührenkalkulation für die neu einzuführende gesplittete Abwassergebühr und fasste den dazu gehörigen Satzungsbeschluss.
Die Einführung der neuen Abwassersatzung sei nun das Ende eines fast zweijährigen Prozesses, der für die Gemeinde und das beauftragte Fachbüro viel Arbeit beinhaltete, aber aufgrund eines Gerichtsurteils notwendig war, betonte Bürgermeister Eckart Escher. Dabei seien in einer aufwändigen Kalkulation die genauen Kosten auch die versiegelten Flächen im Dorf ermittelt worden, erläuterte Rechnungsamtsleiter Gordian Süßle, der die Details des neuen Regelwerks vorstellte. Insgesamt verfüge Merdingen nach der Selbstauskunft der Bürger über 241 545 Quadratmeter versiegelte und an das öffentliche Abwassernetz angeschlossene Grundstücksfläche. Hierauf, sowie auf die in den Haushalten anfallende Schmutzwassermenge, mussten nun die Kosten für die Abwasserbeseitigung aufgeteilt werden. Darin enthalten seien unter anderem die Kosten für den Kanal und dessen Unterhalt, aber auch die Kosten für die Einführung der gesplitteten Gebühr und den Generalentwässerungsplan. Hinzu kämen noch Defizite beim Abwasser aus den Jahren 2006 und 2010, so dass es laut Süßle wohl auch ohne die Neuregelung zu einer Gebührenanpassung gekommen wäre. Für 2010 gelte zudem die neue Kalkulation rückwirkend.
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Bisher kostete ein Kubikmeter Abwasser in Merdingen 1,90 Euro, berechnet nach der verbrauchten Trinkwassermenge. Künftig müssen pro Kubikmeter Schmutzwasser noch 1,71 Euro bezahlt werden. Zusätzlich werden für die Entsorgung von Niederschlagwasser den Grundstückseigentümern zudem 0,28 Euro je Quadratmeter versiegelte Grundfläche berechnet. Herausgerechnet wurde aber der Straßenanteil, der 27 Prozent des Oberflächenwassers ausmache und von der Allgemeinheit zu tragen sei.
Der Gemeinderechner legte dar, dass insbesondere Eigentümer von großen Grundstücken mit wenig Wasserverbrauch künftig mehr fürs Abwasser zahlen müssten. Auf Nachfrage aus dem Rat erläuterte Süßle auch, dass insgesamt 850 Fragebögen an Grundstückseigner verschickt worden seien, darunter 720 Wasserkunden. Nur 40 Befragte hätten keine Angaben gemacht, deren versiegelte Grundstücksfläche wurde daher geschätzt. Künftig seien zudem alle Grundstückseigner aufgerufen, Veränderungen an der Versiegelung ihrer Grundstücke unverzüglich der Gemeinde zu melden.
Autor: schö
