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24. September 2009
Viel Ideen für ein lebendiges Dorf mit Zukunft
Neu im Rat: Dr. Oswald Prucker (SPD/OL), Merdingen
MERDINGEN (fri). Seit dem Sommer des Jahres 2000 lebt Dr. Oswald Prucker mit seiner Familie in Merdingen. In diesem Sommer nun ist er Mitglied des Gemeinderats geworden. Dass er mit 890 Stimmen sogar des beste Ergebnis für die SPD/Offene Liste erzielte, freut ihn sehr, zumal nun die Fraktion von zwei auf drei Gemeinderäte angewachsen ist.
Von Anfang an habe er sich gerne in das Tunibergdorf eingelebt, erklärt der 43-Jährige, der aus der Oberpfalz stammt. Die Lage findet er ideal, könne er doch "mit der S-Bahn direkt vor den Schreibtisch fahren", erklärt der promovierte Chemiker, der am Institut für Mikrosystemtechnik der Uni Freiburg arbeitet. Die paar Kilometer von der Merdingen zum nächsten Bahnhof bringen ihm mit dem Fahrrad täglich willkommene Bewegung.Der verheiratete Vater zweier Kinder wurde zunächst Elternbeirat an der Schule, dann auch tätig im neu gegründeten Förderverein der Schule. Sein Hobby, Internetseiten zu gestalten – er betreibt auch ein eigenes "Merdinger Webjournal"– wird auch von anderen Gruppen im Dorf gerne genutzt. 2008 war Oswald Prucker maßgeblich an der Aufstellung des ersten Merdinger Sommerferienprogramms beteiligt. Nachdem er sich schon 2004 sich für eine Kandidatur auf der SPD/OL-Liste bereit gefunden hatte, war es für ihn jetzt nur folgerichtig, ernsthaft die Gemeinderatswahl anzustreben.
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Für Prucker gibt es eine ganze Reihe Themen, die der Rat anpacken könne. So brauche es unverändert einen Fußgängerüberweg über die Langgasse. Dieser sei auch beim jetzt geltenden Tempo-30 unverzichtbar, nicht nur wegen Kindern, sondern auch wegen der älteren Mitbürger. Viel Arbeit erwartet Prucker mit der energetischen Sanierung von Gebäuden der Gemeinde, wofür man ein Energiegutachten machen solle. Dabei sei auch zu überlegen, wo Nahwärmenetze Sinn machen könnten. So könne man auch übergreifend planen, etwa für den Bereich des Bürgersaals, der Zehntscheune und dem dahinter geplanten Betreuten Wohnen. Ein Konzept sei allemal besser als zu warten, bis irgendwann eine Heizung erneuert werden müsse und man dann nur punktuell reagieren könne.
Als Herausforderung für die Kommunalpolitik sieht Prucker vor allem den demografischen Wandel. "Die Gemeinden können sich nur behaupten, wenn sie Zuzug erhalten, dafür braucht es gute Angebote der Kinderbetreuung", ist Prucker überzeugt. Er will auch dem Bürgerengagement einen größeren Stellenwert einräumen und arbeitet selbst in der Arbeitsgruppe zum Thema Jugendarbeit mit.
Für die Arbeit im 12köpfigen Rat, dem noch drei weitere, neu gewählte Mitglieder angehören, erwartet Prucker einen regen Austausch zwischen allen drei Fraktionen. "Im Rat sitzen Leute, die alle miteinander reden können" ist er überzeugt. Und so hofft er, dass mehr Initiative vom Ratsgremium ausgeht. Er selbst will mit seiner Fraktion zu dieser Neubelebung der kommunalpolitischen Arbeit tatkräftig mit beitragen.
Autor: fri
