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07. Oktober 2009
Wandern und genießen
Erste Auflage einer kulinarischen Tuniberg-Sternwanderung überzeugt Gäste und Veranstalter
TUNIBERG. Traumhaftes Herbstwetter und viele kulinarische Überraschungen ließen die erste weinkulinarische Sternwanderung im Tuniberg am Tag der Deutschen Einheit zu einem Erfolg werden. 72 Wanderer, zumeist Familien aber auch Paare, Senioren und eine Herrengruppe, die Junggesellenabschied feierte, machten sich von drei Startpunkten aus unter fachkundiger Führung auf den Weg.
Schon an den Startpunkten in Gottenheim, Opfingen, Merdingen oder Niederrimsingen wartete auf die Wanderer eine Stärkung: Alle bekamen ein Gläschen Wein und eine Vespertüte. Nur Tuniberger Spezialitäten kämen in der Tüte, erläuterte Petra Littner, die gemeinsam mit Annika Walter vom Wein- und Obsthof oberhalb von Opfingen und den Tuniberger Winzergenossenschaften für die Organisation der Sternwanderung verantwortlich zeichnete. Ein Weckle vom Bäcker aus Gottenheim, Wurst vom Metzger aus Merdingen, Obst und Gemüse aus Tiengen, Gottenheim und Waltershofen sowie Getränke und kleine Überraschungen aus Nieder- und Oberrimsingen fanden sich darin.Rund neun Kilometer mussten die Teilnehmer von Gottenheim oder Niederrimsingen bis zum Ziel zurücklegen, doch die waren ausgesprochen kurzweilig, erzählt eine Mutter von zwei Kindern, die mit Freunden extra aus Löffingen angereist war. Zum einen konnten sie herrliche Blicke Richtung Vogesen, Schwarzwald und Kaiserstuhl zu genießen, außerdem wartete schon bald nach dem Start die nächste Weinprobe. Toll fand sie auch, dass man unterwegs viel von den mitlaufenden Winzern über den Wein erfahren konnte. Dann gab es noch die Kaffeepause nach etwas mehr als der Hälfte der Strecke. Begeistert waren auch die sieben jungen Herren im Trachtenjanker aus Bleibach, die Junggesellenabschied feierten. Vom Aussichtsturm aus konnten sie bis ins Elztal, ihre Heimat, sehen.
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Etwas weniger weit laufen mussten die in Merdingen gestarteten Teilnehmer. Dafür hatte sie mit Ilona Walter-Netzer eine ausgebildete Naturführerin dabei. Und sie hatte speziell für die Kinder eine Weinberg-Safari organisiert. Was gibt es hier für Obst, wie sieht es aus? Wie leben Schnecken im Weinberg und wie duftet Ruccola? Was sind das für Vögel, die vorbeifliegen und was gibt es hier für Kräuter? Viele Fragen, deren Antworten die Kinder gemeinsam mit ihren Eltern aufdecken konnten.
Treffpunkt für alle Gruppen war der Aussichtsturm oberhalb von Opfingen. Hier wurden die Wanderer von Weinprinzessin Sarah Kappeler und dem örtlichen WG-Chef Günter Linser begrüßt mit einem Gläschen Sauvignon oder Spätburgunder. Linser warb zudem für den Tuniberger Wein, der ab dem Jahrgang 2009 in drei neuen Sorten auch als eigenständige Linie "Die Tuniberger" auf den Markt kommen soll. Dann geleiteten die "Lustigen Tuniberger", eine Trachtenkapelle aus Niederrimsingen, die Wanderer zur Scheune des Wein- und Obsthofes Walter in Opfingen-Wippertskirch, wo Schäufele, eine Verlosung und weitere Musik- und Tanzdarbietungen warteten. Organisatorin Petra Littner will die kulinarische Weinwanderung im Tuniberg am 3. Oktober dauerhaft im regionalen Veranstaltungskalender etablieren.
Autor: Mario Schöneberg
