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08. Februar 2010 18:30 Uhr
Merdingen
Zwulcher Narrenkür mit viel Musik
Musik, Tanz und närrische Sketche bot der erste Zunftabend der Zwulcher Narrenzunft in der Merdinger Festhalle. Am Freitag, 12. Februar, gibt es das närrische Bühnenprogramm ein zweites Mal.
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Tänzerisch eine Klasse für sich: Die Formation Dancecult Foto: Manfred Frietsch
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Sorgten für die richtige Begleitmusik: „D’klei Bsetzung“ vom Musikverein Merdingen. Foto: Manfred Frietsch
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Wette bei „Thomas Gottschwall“ verloren, jetzt muss der Bürgermeister die Bühne putzen. Auftritt der Rekruten 1990. Foto: Manfred Frietsch
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Die „Wandervögel“ Foto: Manfred Frietsch
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Die tanzenden Nonnen entpuppen sich gleich als Minnie-Mäuse Foto: Manfred Frietsch
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Der Narrensamen der Zwulcher. Foto: Manfred Frietsch
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Die „Helden in Strumpfhosen“ Foto: Manfred Frietsch
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Kesse Marine: „Turnerfrauen meets Dancecult“ Foto: Manfred Frietsch
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Moderator Oliver Marx mit „Floyd“, dem Witze reißenden Stammgast des Merdinger Zunftabends. Foto: Manfred Frietsch
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Das Publikum Foto: Manfred Frietsch
MERDINGEN. Die erste Auflage am Abend vor dem großen Narrenumzug hätte mehr Publikum vertragen. Doch gerade viele Merdinger reservieren sich lieber die zweite Auflage am kommenden Freitag, wenn die Fasnetstimmung im Dorf am Kochen ist.
Zum Glück tummeln sich in der Merdinger Nachbarschaft jede Menge Esel und Eber im Welschkorn. Darum war Zunftmeister und Moderator Oliver Marx richtig froh, dass wieder einige Ihringer und Gündlinger gekommen waren und sich auch nicht von den über sie gerissenen Witzen verscheuchen ließen.Zunächst aber fing das Programm ganz brav mit dem Zwulcher Narrensamen an. Die Dreikäsehochs machten einen viel beklatschten tänzerischen Ausflug auf Jim Knopfs Insel. Dann kam zu den Klängen von "I will follow him" eine zunächst ganz züchtig wirkende Nonnenschar auf die Bühne, um dann aber tänzerisch richtig aufzudrehen. Nicht nur das: die acht Mädels warfen ihren sittenstrengen Habit ab und setzten ihren Tanz als fesche Minnie-Mäuse fort. Mancher Mäuserich im Publikum hätte da gerne eine Zugabe gesehen.
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Aber so wurde schon die Bütt für das leider einzige Fassgschwätz des Abends – das zweite musste wegen Krankheit ausfallen – auf die Bühne geschoben. Oliver Marx gab seine Erfahrungen als "junger Vadda" zum Besten, insbesondere die als werdender Vater, denn "schon von Anfang an, leidet man doch arg als Mann". Im Kreißsaal kommt er erst wieder zu sich, als die Geburt schon rum ist, dafür droht nun der "Kampf mit de Windle". Da überdies in der Stillzeit der Alkohol tabu ist, leidet mann jetzt noch mehr.
Für Aufmunterung sorgt danach der Tanz der Zwulcher Zunfthexen, bevor der erste Narrensketch auf dem Programm steht: Die Wandervögel. Dirk und Klaus-Dieter (Benjamin Selinger und Marc Männer) zelten in der Merdinger Bergluft, als ihre warme Zweisamkeit bald von zwei vorbeikommenden Wanderinnen (Lisa Imbery und Nathalie Männer) aufgemischt wird. Es kommt auf dem Rad noch der "Gündlinger Eberhard" (Marco Scherzinger) dazu, und als er seinen "Belohnungslikör" ausschenkt, sind auch der Öko-Heiner (Sven Landmann) und sein Polen-Helfer (Philipp Selinger) zur Stelle, die doch eigentlich gerade was schaffen wollten. Nach diesem, wie Moderator Marx lobte, "großen Kino", war schon Pause angesagt, in der sich die "klei Bsetzung" des Musikvereins ordentlich ins Zeug legte, wie überhaupt die Musiker unter ihrem Vorsitzenden Josef Maier mit Einlagen nicht geizten.
Dann waren die Rekruten an der Reihe, im Jahrgang 1990 nur "sechs Kerli unn acht Wiiber" stark, aber närrisch aufgeweckt mit einer Parodie auf "Wetten dass". Da gibt es dann ein paar kleine lokale Spitzen, wenn Thomas Gottschwall den Bürgermeister auf die Couch bittet – der seine Wett prompt verliert – und auch Dorfreporterin Klara Fall.
Darauf ist die Bühne frei für den Doppelauftritt der Turnerfrauen und der Tanzgruppe Dancecult. In kessen Marineuniformen legen sie eine flotte Choreographie vor und ernten reichlich Beifall. Den gibt es, nach Witzeinlagen des Stammgastes Floyd, auch für die "Helden in Strumpfhosen". Das Männerballett übt sich in tänzerischer Gymnastik, was so gut ankommt, dass es eine Zugabe gibt. Zum Finale versammeln sich alle Akteure nochmals auf der Bühne, die schon vor Mitternacht frei wird. Für Zwulcher Verhältnisse war es also ein Kurzprogramm.
Autor: Manfred Frietsch


