Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

03. März 2009 18:59 Uhr

Nach dem Brand der Hexentalschule in Merzhausen

Die Schule wird wieder ganz aufgebaut

Die Hexentalschule wird wieder ganz aufgebaut.Das ist das Ergebnis eines Gespräches zwischen Schulträger, Schulleitung und Versicherung. Acht Wochen wird die Reinigung des nicht abgebranntes Teils dauern. So lange findet der Unterricht in anderen Räumen statt.

  1. Der Eingangsbereich der Hexentalschule wenige Tage vor dem Brand. Foto: Andrea Gallien

Morgen beginnt in der Hexentalschule wieder der Unterricht – allerdings nicht im Schulgebäude, sondern für die Klassen 1 und 2 im katholischen Pfarrzentrum, für die Klassen 3 und 4 im evangelischen Gemeindezentrum und für die Hauptschüler im Haus der Vereine. Die Schule, die in der Nacht zum Samstag zum Teil abgebrannt ist, soll so schnell wie möglich wieder genutzt werden können. Das kann allerdings doch acht Wochen dauern, erklärte heute Bürgermeister Jörg Kindel. Er ist stellvertretender Vorsitzender der Verwaltungsgemeinschaft Hexental, des Trägers der Schule, und vertritt den verreisten Eugen Isaak.

Gemeinsam mit der Schulleitung, die vorübergehend einen Raum im Rathaus bezogen hat, hatte Kindel heute ein Gespräch mit einem Sachverständigen des Badischen Gemeindeversicherungsverbandes (BGV). Dabei ging es nicht um die Schadenshöhe, so Kindel. Ihm gegenüber sei die Summe von zwei Millionen Euro nicht genannt worden, von der der Leiter der BGV-Schadensabteilung, Günter Fröhlich, gestern gesprochen hatte. In dem Gespräch heute sei es vielmehr um die Leistung der Versicherung selbst gegenüber dem Schulträger gegangen. Klar sei jetzt, dass die Versicherung nicht die Schadenssumme auszahlt, sondern die Kosten für die unveränderte Wiederherstellung der Schule trägt. Das gilt für die Räume ebenso wie für das Inventar und die Elektrik. Klar sei auch, dass ein Totalschaden im Eingangsbereich der Schule besteht, nicht aber an der ganzen Schule. Die gesamte Schule abzureißen sei also nicht notwendig. Überlegungen, wegen der anstehenden Schließung der Hauptschule (die BZ berichtete) möglicherweise nicht alle Räume wieder aufzubauen, gebe es nicht, betont Jörg Kindel.

Werbung


Für die Reinigung des nicht abgebrannten Schulteils werden jetzt Brandsanierer Angebote abgeben. Mit der Arbeit soll schnell begonnen werden, damit die Schüler die provisorischen Räume bald wieder verlassen können. Wann das ganze Gebäude wieder steht, ist noch nicht absehbar. Kindel lobte das große Engagement der Schulleitung. Es gebe ein "sehr schönes Miteinander" mit dem Ziel, den Unterricht so gut wie möglich zu organisieren. Schön sei auch, dass der Schule Hilfe angeboten werde: 14 Laptops stehen bereits leihweise zur Verfügung.

Autor: gln