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29. Juli 2009 16:03 Uhr

Verabschiedung von Brigitte Preugschat

Eine "wunderbar beseelte Lehrerin"

Die Hexentalschule verabschiedete ihre langjährige Schulleiterin Brigitte Preugschat.

Mehr als 40 Jahre war sie im Schuldienst tätig, 17 Jahre davon in Merzhausen, 16 Jahre als Schulleiterin. Heute Morgen wurde Brigitte Preugschat in den Ruhestand verabschiedet, so wie sie es sich gewünscht hatte: Inmitten der Schülerschar im Rahmen des Schulabschlussgottesdienstes, mit vielen Liedern und mit wenigen kurzen Abschiedsreden.

Aber auch mit wenigen Worten kann man viel sagen: Manfred Vossler zum Beispiel, Leiter des staatlichen Schulamtes, sprach mit Blick auf Brigitte Preugschat von einer "wunderbar beseelten Lehrerin". Bei ihr habe man gemerkt, dass sie die Kinder gemocht hat, bei Anrufen im Schulamt sei es nicht um sie gegangenen, "es ging meistens um die Kinder".

Eugen Isaak, Alt-Bürgermeister und Ansprechpartner in der Verwaltung in den vergangenen 16 Jahren, griff den Gedanken der Seele auf: Brigitte Preugschat sei die Seele der Hexentalschule gewesen, sie habe ihr Herzblut in die Schule gesteckt und auch in für die Gemeinde wirtschaftlich schwierigen Zeiten dafür gekämpft, dass ihre Schule und vor allem die Kinder nicht zu kurz kommen.

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Das Kollegium bedauere das Ausscheiden von Brigitte Preugschat, sagte Claudia Hoch, Konrektorin und ab kommendem Schuljahr zunächst kommissarische Schulleiterin. Aber eigentlich sei es auch ein Tag, um froh und dankbar zu sein, Brigitte Preugschat 16 Jahre lang als Schulleiterin gehabt zu haben. Sie habe die Kinder bestmöglich auf die weiterführende Schule oder den Beruf vorbereitet, sei immer offen für Veränderungen gewesen, habe der Verwaltung gegenüber "immer erreicht, was für unsere Kinder wichtig war". Bei Schülern, aber auch bei Kollegen habe sie Stärken erkannt und gefördert. Der wertschätzende Umgang miteinander habe die Arbeitsatmosphäre bestimmt und habe dazu geführt, dass in der Schule der Geist des Vertrauens und der Fürsorge geherrscht habe.

Brigitte Preugschat verglich ihr Arbeitsumfeld mit einem Mobile, das mit einem Haken an der Decke (den vorgegebenen Bildungszielen) befestigt ist, das immer als ganzes schwingt, wenn sich einzelne Teile bewegen. Dass dieses Mobile immer das Gleichgewicht gehalten habe sei vielen Menschen zu verdanken: dem Schulamt, der Verwaltung in Merzhausen und in der VG, den Kirchenvertretern, den Eltern, dem Förderkreis, dem Kollegium, der Sekretärin, dem Hausmeister und natürlich den Schulkindern. Ihnen dankte sie herzlich für die Gestaltung der Feier und wünschte ihnen für die Zukunft "eine Gemeinschaft, in der ihr euch geborgen fühlt um glücklich zu sein." Glücklich war zunächst besonders die scheidende Schulleiterin, die ihre Schuhe ausziehen und auf einem von den Kindern mit vielen Sprüchen und Grußworten selbst gefertigten roten Teppich die Kirche verlassen durfte. Ihr folgten die Kinder, für die mit einem Eis versüßt, die Ferien begannen. Brigitte Preugschat war an diesem Tag nicht die Einzige, die die Hexentalschule verließ. Blumen und Applaus gab es auch für Doris Esser, die 22 Jahre Lehrerin in Merzhausen war.

Bei einem kleinen Empfang der Gemeinde für Brigitte Preugschat gab es noch Dankesworte der Verwaltungsgemeinschaft, der Eltern und des Personalrates. Der bescheinigte der Schulleiterin "mit Herz, Temperament und Humor" die Note "eins plus" in Personalführung.

Autor: gln