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17. Mai 2010

Mit dem Schornsteinfeger in die Oberliga

Volleyballdamen des VfR Merzhausen schaffen Aufstieg.

  1. Haben den Aufstieg in die Oberliga geschafft: Die Spielerinnen der 1. Volleyball-Damenmannschaft des VfR Merzhausen mit Trainer Seyman Gökdemir (hinten Mitte). Bürgermeister Christian Ante (hinten links) und VfR-Vorsitzender Klaus Zimmer gratulierten. Foto: Tanja Bury

MERZHAUSEN (tab). "Oberliga wir kommen" – nach einer erfolgreichen Saison und der Meisterschaft in der Verbandsliga ist die 1. Volleyball-Damenmannschaft des VfR Merzhausen in die vierthöchste Volleyballliga aufgestiegen. Grund genug für Bürgermeister Christian Ante, das Team und Trainer Seymen Gökdemir zusammen mit dem Vorsitzenden des VfR, Klaus Zimmer, zu einem kleinen Empfang ins Rathaus einzuladen und ihnen drei Volleybälle zu überreichen.

Christine Forster, Ruth Kruska, Sonja Löffler, Petra Wassmer, Vera Janus, Susanne Scherer, Anna Forster, Kaltrina Shala, Sonja Menkenburger, Kerstin Merkle, Julia Kuhn, Birgit Weber und Carolin Mazurek haben bis auf jeweils ein Spiel in der Hin- und Rückrunde alle Begegnungen gewonnen. Unterstützt wurden sie dabei nicht nur von Freunden und Verwandten, sondern auch von ihrem Maskottchen, einem Schornsteinfeger. Der Freund einer Spielerin kam fast immer in voller Montur zu den Spielen und verpasste den Damen Glückbringer aus Russ. Hoch motiviert und engagiert sind die Sportlerinnen im Alter von 21 bis 39 Jahren in die Spiele hineingegangen. Und das, obwohl die Mannschaft zu Beginn der Saison kurz vor der Auflösung stand, weil nur ganz wenige Spielerinnen fest zugesagt hatten. Doch Trainer Seymen Gökdemir schaffte es, das Team wieder zusammenzubringen. "Der Erfolg der Mannschaft ist wesentlich mit seinem Namen verbunden", lobte dann auch Bürgermeister Ante das Engagement Gökdemirs. 2006 hat er die Mannschaft übernommen und hat seither zwei Aufstiege mit ihr geschafft: von der Landesliga in die Verbands- und jetzt in die Oberliga. Natürlich haben Spielerinnen und Trainer den Aufstieg gebührend gefeiert – und zwar mehrfach. Da sie bereits zwei Spieltage vor Schluss als Meister und damit Aufsteiger feststanden, knallten an diesem Tag und auch am Saisonende die Korken.

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Trainieren wird die Mannschaft bis zum Start der neuen Saison im September drei Mal die Woche. Geht dann der Spielbetrieb los und stehen so gut wie jedes Wochenende Punktspiele an, wird an zwei Abenden der Woche trainiert. Die Gegner, die sich zukünftig auf das Merzhauser Team freuen dürfen, sind neben den Mannschaften aus Umkirch und Freiburg auch die Vereine aus Weingarten, Mannheim, Heidelberg und Konstanz.

Dass Merzhausen weiter bekannt wird, freut Bürgermeister Christian Ante. Für das Volleyballteam bedeutet das aber auch viele Kilometer, die es zurücklegen muss. Geplant ist, sich dafür einen kleinen Bus anzuschaffen, wofür Sponsoren gesucht werden. Bürgermeister Ante machte in diesem Zusammenhang auf den Bus der Gemeinde, der auch Vereinen gegen Kilometergeld zur Verfügung steht, aufmerksam.

Die "herausragende Leistung" der Mannschaft, so der Rathauschef, habe Auswirkungen auf die ganze Volleyballabteilung des VfR. Das zeige eine starke zweite Mannschaft und die Jugendmannschaft mit über 35 Kindern. Für den Sport habe die Gemeinde in der Vergangenheit die notwendige Infrastruktur geschaffen, sagte Ante und verwies auf den Bau der Turnhalle, der damals nicht unkritisch gesehen wurde. Mit den Beachvolleyballfeldern, die beim Sportplatz angelegt werden (die BZ berichte), werde nun eine weitere Trainingsmöglichkeit geschaffen. Trainer Gökdemir und Vorsitzender Klaus Zimmer dankten der Gemeinde für ihre Unterstützung. Zimmer lobte auch das Engagement von Susanne Scherer, Leiterin der Abteilung Volleyball, und von Trainer Seyman Gökdemir: "Ihr habt der Abteilung neuen Schwung gegeben." Damit stimmen alle Voraussetzung für das gesteckte Saisonziel: Klassenerhalt.

Autor: tab