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07. März 2017

VfR-Heim als "Eyecatcher"

Gemeinderat Merzhausen billigt Bauantrag für Vereinsheim / Idee: Photovoltaik-Walmdach.

  1. So könnte das neue Vereinsheim des VfR Merzhausen aussehen. Foto: Visualisierungen: Imberi

  2. So sieht das Vereinsheim mit der kleinen Photovoltaik-Lösung aus. Foto: Imberi

MERZHAUSEN. Gute Nachrichten für Merzhausens Sportler: Einstimmig hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung den Bauantrag für das zwei Millionen Euro teure Vereinsheim des VfR gebilligt. "Was lange währt, wird endlich gut", befand Bürgermeister Christian Ante. Ähnlich zufrieden zeigte sich die Ratsrunde. Ein besonderer Blickfang könnte die Dachgestaltung werden.

Zwei Varianten stehen da noch zur Auswahl, wie Hubert Imberi in der Gemeinderatssitzung erläuterte. Er fungierte in der Beratung des Tagesordnungspunktes nicht als Ratsmitglied, sondern als Planer des Vereinsheims. Die Varianten, die er präsentierte, unterscheiden sich in der Größe ihrer Photovoltaikanlagen auf dem Dach. "Durch die hohe Sonneneinstrahlung, die wir haben, können wir die Sonnenenergie sich amortisierend einsetzen. So ist die Idee für das Hexental-Walmdach entstanden", erklärte Imberi. Mit solch einem Dach (Bild oben) könnten 30 000 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugt werden. "Nach acht bis zehn Jahren hätte sich der Invest amortisiert", so der Planer.

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Alternativ sei auch eine kleinere Photovoltaiklösung denkbar (Bild unten). Welche Variante gewählt wird, muss noch entschieden werden. Im Moment spricht laut Imberi alles für die Variante mit dem großen Photovoltaikdach.

Rätin Monika Massie (CDU) erkundigte sich nach der "riesigen Gartenwirtschaft", die im Entwurf gezeigt werde. Sie sorgte sich diesbezüglich um Lärmprobleme im Sommer. Bürgermeister Ante entgegnete, dass die weitestgehende Variante beantragt werde, "ob sie wirklich so kommt, ist offen". Das hänge vom Pächter der Gaststätte ab.

In ihren abschließenden Statements zeigten sich die Fraktionen sehr zufrieden mit der Planung. Rolf Kessler (Grüne) sprach von "sehr interessanten Entwürfen". Dass der Bauantrag einen Eingriff in einen Gewässerrandstreifen mit sich bringe, sei "kein Problem, weil ein Ausgleich dafür überlegt wurde". Kessler bezeichnete die Dachgestaltung als "Eyecatcher". "Im ersten Moment habe ich gedacht, das sei ein moderner Schwarzwaldhof", sagte er.

Auch Andreas Schonhardt (CDU) befand die Dachgestaltung sowie den Eingriff in den Gewässerrandstreifen als "okay und regelbar". Er sagte: "Wir sind am Ende eines langen, komplizierten Weges. Die Gemeinde beteiligt sich mehr, als es eigentlich üblich ist, und das tun wir gerne." Der finanzielle Beitrag der Gemeinde liegt bei rund 1,3 Millionen Euro. Das zeige die hohe Wertschätzung des Vereins, der "wirklich vorbildliche Jugendarbeit" leiste.

Franz Asal von der Freien Bürgergemeinschaft Merzhausen zeigte sich erleichtert. "Mir fällt ein Stein vom Herzen", bekannte er. Das Projekt sei schon seit 2005 in den Köpfen gewesen. "Wir haben den Verein lange auf die Folter gespannt. Jetzt können wir Nägel mit Köpfen machen", so Asal. Das Gebäude sei anspruchsvoll. Der Gewässerrandstreifen sei durch den Ausgleich geregelt und in puncto Dachgestaltung sei es "gut, wenn wir energetisch was tun".

Autor: Nikola Vogt