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25. Mai 2012

Mich empört die Chuzpe des Herrn Zollitsch

Zu: "Katholikentag in Mannheim", Foto von Erzbischof Robert Zollitsch (Politik, 18. Mai):

Wahrscheinlich mussten Sie als Badische Zeitung die heutige Ausgabe mit dem fröhlich lachenden Bischof Zollitsch aufmachen. Aber: Die Kombination von Bild und Text – also, die eigentliche journalistische Aussage – haben mich empört. Einen fröhlich lachenden Bischof Zollitsch, der sich zum Auftakt des 98. Katholikentags wie folgt äußert:" Keiner darf wegschauen, wenn Unrecht, Gewalt... ihr menschenverachtendes Gesicht zeigen", empfinde ich als Provokation. Zollitsch und seine Kollegen haben nachweislich jahrzehntelang sexuelle Gewalt gegen Kinder systematisch so behandelt, dass dieses monströse Unrecht nicht sichtbar wurde. Sie haben hingeschaut und vertuscht. Ich bin empört über die Chuzpe des Herrn Zollitsch.

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Autor: Ulrich Kiel, Badenweiler


2 Kommentare

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Willi Hallmann

Registriert seit: 27.05.2012

Kommentare: 1

27. Mai 2012 - 11:26 Uhr

Ich gebe dem vorigen Kommentator vollkommen Recht. Mich stösst das Verhalten der oberen Würdenträger meiner katholischen Kirche, in Bezug auf ihr Verhalten mit dem Kindesmissbrauch sehr ab. Das ist für mich verlogen.
Im Jahr 2002 haben alle Oberen der Kirche und der Politik noch in das gleiche Horn geblasen, wie aktuell der kathegorische Imperativ von Kant noch sei.
Kennen diese Leute den Inhalt nicht, oder sind viele davon nur nicht ernstzunehmende Opportunisten ?

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Herbert Pommerenke  

Herbert Pommerenke

Registriert seit: 29.11.2010

Kommentare: 994

27. Mai 2012 - 14:17 Uhr

Herr Kiel und Herr Hallmann, Ihre Aussagen sind sehr einseitig und nur
auf die katholische Kirche bezogen. Genau deshalb widerspreche ich
Ihnen, ohne natürlich die Vorkommnisse der Kirche beschönigen zu
wollen. In den Nachkriegsjahren und das auch schon nach dem ersten Weltkrieg wurden Kinder (Schwabenkinder) verkauft, verschleppt,
missbraucht, was sich nach dem zweiten Weltkrieg wiederholte!
Warum das alles: Weil Züchtigung erlaubt war und der sexuelle
Missbrauch nicht verfolgt und nicht bestraft wurde.
In den 50iger - bis in die Ende 60iger Jahren wurden in Waisen-
sowie in den so genannten Erziehungsanstalten täglich Kinder
gezüchtigt und missbraucht ohne das ein Hahn danach gekräht hätte!
Dies geschah in allen weltlichen wie kirchlichen Häusern und man
bedenke, dass selbst an normalen Schulen das PRÜGELN an der Tagesordung stand. Sind denn die beiden Strafen wie das TATZEN
geben oder HOSENSPANNIS schon vergessen?

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