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01. März 2010
Minister besucht Handwerker
Ernst Pfister, baden-württembergischer Wirtschaftsminister, tourte auf Einladung der Handwerkskammer durchs Elztal.
ELZTAL/FREIBURG. Der baden-württembergische Wirtschaftsminister Ernst Pfister (FDP) hat am Donnerstag auf Einladung der Handwerkskammer Freiburg mehrere Betriebe im Elztal besucht und mit Unternehmern über wirtschaftliche und handwerkspolitische Fragen diskutiert.
An den Informationsgesprächen und Beratungen nahm auch der FDP-Landtagsabgeordneter Dieter Ehret, Kammerpräsident Paul Baier und -geschäftsführer Johannes Burger teil. Der Wirtschaftsminister besuchte das Bauunternehmen Karl Burger in Waldkirch, die Obere Metzgerei Winterhalter in Elzach und die Möbelwerkstätten Becherer in Elzach.Ernst Pfister hob die herausragende Rolle des Handwerks bei der Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen hervor. "Eine wichtige Rolle im vorbildlichen Ländle", erklärte Pfister, "spielen die familiengeführten Mittelstandsbetriebe." Alle drei besuchten Handwerksbetriebe sind Traditionsunternehmen, die Obere Metzgerei Winterhalter in Elzach sogar schon in der neunten Generation.
Die Gespräche zwischen Minister und Handwerksunternehmern hatten auch Probleme zum Gegenstand, die dem Mittelstand in der Wirtschaftskrise Sorge bereiten. Im Baugewerbe etwa müsse man, so die Erfahrungen hiesiger Unternehmen, neue Wege in der Vergabepolitik einschlagen. Mittelstandsgerechte Vergabepolitik könne keinesfalls Auftragserteilung an den billigsten Anbieter bedeuten. Das regionale, ausbildungsbereite und sozial verantwortliche mittelständische Baugewerbe müsse unterstützt werden, forderte der Waldkircher Bauunternehmer Christof Burger. Das im Elztal erfolgreich praktizierte "Bauteam"-Prinzip, bei dem alle Teilnehmer am Bau unter der Regie des Architekten kostengünstig und effizient zusammenarbeiten, wurde dem Minister als Modell ans Herz gelegt. Pfister sagte zu, den "Wunschkatalog" des Handwerks, zu dem auch die Beseitigung etlicher bürokratischer Hindernisse gehört, mit nach Stuttgart zu nehmen und ernsthaft zu prüfen. Auch ein Exemplar der erst am 23. Februar unterzeichneten "Freiburger Erklärung", in der sich Handwerkskammer, Oberbürgermeister Dieter Salomon und Freiburger Solarunternehmen gegen die geplante Reduzierung der Einspeisevergütung für Fotovoltaikanlagen aussprechen, hat er im Gepäck.
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Autor: Heinz Siebold
