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09. Juli 2012 19:12 Uhr

Förderprogramm

Ministerium will Ärzte mit Fördergeldern aufs Land locken

Ein Hausarzt, der sich in einer arztfreien ländlichen Gemeinde niederlässt, kann mit bis zu 30.000 Euro Fördergeld von der Landesregierung rechnen. So sollen sich auch im Schwarzwald mehr Mediziner niederlassen.

  1. Katrin Altpeter sorgt sich um die ambulante Versorgung auf dem Land. Foto: dpa

Baden-Württembergs Sozialministerin Katrin Altpeter (SPD) will mit dem Förderprogramm "Landärzte" die ambulante Versorgung auf dem Land sichern. Dafür sind insgesamt knapp zwei Millionen Euro vorgesehen.

Das Angebot richtet sich laut Ministerin vor allem an Fachärzte für Allgemeinmedizin, Kinder- und Jugendärzte sowie hausärztlich tätige Internisten. Der Landeszuschuss ist abhängig davon, wie ausgeprägt der Arztmangel im Fördergebiet ist. Insgesamt sei die ambulante ärztliche Versorgung im Südwesten nach wie vor gut, sagte die Politikern.

In den meisten Regionen herrsche rein rechnerisch sogar eine Überversorgung. Nur in Einzelfällen komme es zu Engpässen, wenn für eine Praxis kein Nachfolger gefunden werde. "Ich bin zuversichtlich, dass es uns gelingt, dass sich mehr Ärztinnen und Ärzte als bisher zum Beispiel im Schwarzwald oder auf der Schwäbischen Alb niederlassen", sagte die Ministerin.

Auch Medizinstudenten fördert Baden-Württemberg bereits

Schon bei Studenten hatte Baden-Württemberg im Vorjahr versucht, entsprechende Anreize zu setzen. Das Land fördert seitdem Medizinstudenten, die sich im Praktischen Jahr (PJ) für eine Hausarztstation auf dem Land entscheiden mit insgesamt 600.000 Euro. Bei dem von der Uniklinik Freiburg entwickelten Projekt erhalten PJ-Studenten ein Stipendium in Höhe von 500 Euro pro Monat. So sollen zusätzliche Fahrt- und Mietkosten abgefedert werden.

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Im ersten Jahr sollten jährlich 30 Plätze für das Wahlfach Allgemeinmedizin im Praktischen Jahr gefördert werden, im zweiten Jahr 40 und im dritten Jahr 50 Plätze. Die Vergabe wird zentral für Baden-Württemberg vom Lehrbereich Allgemeinmedizin der Uniklinik Freiburg koordiniert.

Die Gemeinden im Südwesten befürchten schon länger einen gravierenden Ärztemangel auf dem Land, weil immer mehr Praxen aufgegeben werden. Man ist dabei, in jedem Landkreis die ärztliche Versorgung zu untersuchen.

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Autor: dpa


1 Kommentar

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Peter Rapp

Registriert seit: 25.09.2009

Kommentare: 687

09. Juli 2012 - 23:47 Uhr

"arztfreie ländliche Gemeinde"
"arztfreie Zone"

Eigenhändig per Gesetz und auf Dauer geschaffen von
1 Daueragent des Bundesverbands der Ah Oh Ihre Gesundheizkasse, Franz Knieps
und
1 Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt.

SPD. Das Markenzeichen für nachhaltige Gesundheitspolitik.

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