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15. Juni 2012

Mit den Druiden unterwegs

Der Andrang bei der Wanderung zum Keltengrab bei Malterdingen war riesig.

  1. Klaus Schmidt vom Malterdinger Geschichts- und Kulturkreis und Peter Müller vom keltischen Freundeskreis erlebten als Druiden verkleidet ein riesiges Interesse an ihrer Führung durch den abendlichen Wald zum Malterdinger Heidengrab. Foto: Hubert Bleyer

  2. Eine Informationstafel erklärt den Besuchern den keltischen Grabhügel. Foto: Hubert Bleyer

MALTERDINGEN (BZ). Klaus Schmidt konnte es kaum fassen. Zu seiner ersten gewandeten Führung zum keltischen Grabhügel, dem Malterdinger Heidengrab, konnte er sich vor Anmeldungen kaum retten. An die 80 Exkursionsteilnehmer begaben sich im Wald auf die Spuren der Kelten. Wohl nicht zum letzten Mal: Am 30. Juni hofft Schmidt, neue archäologische Erkenntnisse über den Grabhügel präsentieren zu können.

Geschichtsvermittlung, Wandern und Informationen über die Welt der Kelten standen im Vordergrund der 3,5 Kilometer langen Exkursion. Bis eine Stunde vorher bimmelte noch das Telefon, das Interesse war riesengroß. Zusammen mit dem keltischen Freundeskreis hatte Klaus Schmidt, stellvertretender Vorsitzender vom Geschichts- und Kulturkreis Malterdingen, zu dieser etwas anderen Führung eingeladen. Als frischgebackener zertifizierter Wanderführer hatte er zu seiner ersten Führung als keltischer Priester, als Druide eingeladen. Begleitet wurde er von einem weiteren Druiden, Peter Müller, dem Vorsitzenden des Freundeskreises keltischer Geschichte, Kultur und Tradition, der als Archivar bei der Gemeinde beschäftigt ist.

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Beide erzählten über die Welt der Kelten, die sich in die Wälder zurückgezogen haben, über die beseelten Bäume und Rituale des keltischen Volkes. Freilich, vor 2000 Jahren sahen auch die Wälder noch ganz anders aus. Auf dem Rückweg bei einsetzender Dämmerung kredenzten sie bei einer Pause am idyllischen Weiher mitten im Wald einen Druidentrank.

Doch zuvor stand die Führung zum und um das Heidengrab als Höhepunkt bevor. Klaus Schmidt erläuterte Geschichte und Wissensstand des keltischen Grabhügels im Vierdörferwald. Der Geschichts- und Kulturkreis will den Ort wieder in das Bewusstsein der Bevölkerung bringen. Hierzu sollen vier Stelen errichtet werden, wozu auch die Spendengelder aus der Führung verwendet werden. Mit großer Spannung erwartet Schmidt neue Erkenntnisse aufgrund moderner Untersuchungen der 30 Meter Durchmesser umfassenden Grabstelle durch das Landesdenkmalamt des Regierungspräsidiums. So freut er sich mit dem Vorsitzenden Rüdiger Keller, dass der Geschichts- und Kulturkreis am 30. Juni Gastgeber des Referates Denkmalpflege vom Regierungspräsidium sein wird, das dort das jährliche Treffen der ehrenamtlich Tätigen veranstaltet. Dort sollen die neuen Untersuchungsergebnisse vorgestellt werden.

Info zum Geschichts- und Kulturkreis Malterdingen: http://www.gukmal.de

Autor: bz