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29. Juni 2011

Mit der großen Idee infiziert

98 Laufenburger lebten in Le Croisic acht Tage lang die Partnerschaft / Elfte Pfingstreise des Schwarzwaldvereins mit 52 Neulingen.

  1. Foto: BZ

  2. Nach einer erlebnisreichen Woche in Le Croisic hieß es für die Laufenburger am Bahnhof der Partnerstadt wieder Abschied nehmen. Der seit 20 Jahren sehr engagierte Organisator Gert Philipp hatte auf dem Nachhauseweg einen – wohlverdienten – Pokal mit im Gepäck (rechts). Foto: Privat

LAUFENBURG. Aus Gert Philipp spricht eine definitiv nie versiegende Begeisterung. "Besser hätte es nicht laufen können", sagt der Vorsitzende des Schwarzwaldvereins von Laufenburg und Leiter der Gruppe Familien, nach der elften von ihm organisierten Pfingstreise nach Le Croisic. 34 Kinder und Jugendliche sowie 64 Erwachsene aus 27 Familien lebten erneut acht Tage lang die Partnerschaft mit der französischen Stadt am Atlantik. Glücklich ist Philipp, dass 52 der 98 zum ersten Mal dabei waren: "Junge Leute werden mit der Idee infiziert und wachsen rein."

Philipp, der sich bereits an die Neuauflage anno 2013 macht, ist erfahren in der stets mit großer Liebe zu den Gastgebern wie auch zum Detail betriebenen Vorbereitung der alle zwei Jahre stattfindenden Reisen. Zur Routine wird dies aber nicht. Zumal da es heuer ein besonderer Anlass war. Seit 20 Jahren gibt’s die Reise-Verbindung, heuer war es das elfte Mal. Bei einem gemeinsamen Fest in der Halle beim Campingplatz wurde dies sinnbildlich verdeutlicht durch ein Puzzle, das die Kombination 2011 ergab. Die Jahreszahl prangte am Ende groß auf der Bühne.

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Zu dem Festabend mit Beteiligung des Comité de Jumelage mit Vorsitzendem Bernard Guitton (Philipp: "Er war immer eifrig dabei"), des Seenotrettungsdienstes und des Naturschutzverbandes D.E.C.O.S. waren mehr als 50 Franzosen gekommen – für Philipp der Beleg für die Verbundenheit. Bürgermeisterin Michèle Quellard, die im Mai einen ersten Besuch in Laufenburg kurzfristig abgesagt hatte, blieb zwar lange außen vor, kam dann aber am vergangenen Samstag zur Verabschiedung der Laufenburger zum Bahnhof, um sich erfreut über die Jumelage und den erfolgreichen elften Besuch zu äußern, wie Philipp berichtet.

Im Mittelpunkt der Programmplanung steht für den Laufenburger Reiseleiter stets der unmittelbare Kontakt zwischen Franzosen und Deutschen, "um die jahrelang bestehenden Freundschaften zu pflegen und neue Freunde zu gewinnen". Ein taugliches Mittel ist da das beliebte Stadtspiel. In Gruppen machten sich die Gäste auf den Weg zu zwölf Stationen, die jeweils nur grob umrissen waren und zu denen die Teilnehmer sich bei den Einheimischen durchfragen mussten. Zusammen mit der Leiterin des Tourismusbüros, Stéphanie Thoby, hatte Philipp dies schon Wochen früher vorbereitet und die Stationen mit Laufenburger Stadtfähnchen drapiert. Es galt dort, zwölf Aufkleber zu sammeln, die zusammengesetzt das Stadtwappen von Le Croisic ergaben. Das Stadtspiel war diesmal Jean-Baptiste Bihoré gewidmet, dem großen Förderer der Jumelage, der im April mit 78 Jahren gestorben war. Besonders ihm galt auch der obligatorische Besuch zum Gedenken auf dem Friedhof.

Die Tage waren reichlich ausgefüllt. Es gab unter anderem Stadterkundung und Hafenführung, Radtouren entlang der Côte sauvage und nach Guérande (die Partnerstadt von Dinkelsbühl), Besuche im Océarium, in den Salzgärten oder im Naturschutzgebiet Brière (mit Bus, Boot und Pferdekutsche), ein Boulesturnier (mit Pokal für Philipp) und einen – von der Stadt Le Croisic bezahlten – Jugendsportnachmittag im Stadion.



Autor: Winfried Dietsche