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16. Juni 2012

Audi holt erste Pole mit Allrad und Hybrid

24-Stunden-Rennen in Le Mans findet zum 80. Mal statt.

LE MANS (dapd/dpa). Bei dem berühmten 24-Stunden-Rennen von Le Mans steht am Samstag erstmals ein Sportwagen mit Allrad- und Hybridantrieb auf dem ersten Startplatz. Der Duisburger André Lotterer sicherte sich im Audi R 18 E-tron Quattro im Qualifying in 3:23,787 Minuten die Pole Position für die 80. Auflage des Langstreckenklassikers. Damit unterbot er die Bestzeit aus dem Vorjahr um fast zwei Sekunden. Lotterer ist zusammen mit Marcel Fässler und Benoit Treluyer am Start. Dieses Trio gewann das Rennen im Vorjahr und sorgte für den insgesamt zehnten Audi-Sieg in Le Mans.

"Natürlich sind wir stolz, als erster Automobilhersteller in Le Mans die Pole Position mit einem Hybrid-Fahrzeug geholt zu haben", sagte Wolfgang Ullrich. Für den Audi-Motorsportchef war dies aber nur ein kleiner Schritt: "Im Rennen steht uns die wesentlich größere Aufgabe noch bevor." Im konventionell angetriebenen Audi machte der Franzose Loïc Duval die erste Startreihe für den zehnmaligen Le-Mans-Gewinner Audi perfekt. Im zweiten Hybrid-Wagen kam Rekordsieger Tom Kristensen aus Dänemark auch noch auf Platz vier. In die Phalanx der Audi-Flotte konnte nur der Brite Anthony Davidson im Toyota einbrechen.

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Schwere Unfälle im vergangenen Jahr

Das Rebellion-Team um den ehemaligen Formel-1-Piloten Nick Heidfeld kam als Achter auch noch unter die besten zehn. Allerdings drehte nicht Heidfeld die entscheidende Runde, sondern der Schweizer Neel Jani. "Was für mich persönlich neu ist, ist in der Nacht und am Schluss zu fahren. Bis jetzt war ich immer nur ein paar Stunden wie zum Beispiel am Nürburgring dabei", sagte Heidfeld. Sein Auftritt in der Eifel vor einem Monat war vorzeitig beendet, nachdem der Wagen mit Teamkollege Klaus Ludwig am Steuer bei einem Unfall demoliert worden war.

In Le Mans hat sich Heidfeld zum Ziel gesetzt, mit Rebellion im Ziel am Sonntag das beste Privatteam zu sein. "Gegen Toyota und Audi können wir nichts ausrichten. Sie haben ein Budget, das mindestens zehnmal höher als unseres ist", erklärte der 35-Jährige, der sich aber noch an den Hochbetrieb bei dem Langstreckenklassiker gewöhnen muss. "Es gibt professionelle Fahrer und solche, die nicht so oft fahren. Das muss man einschätzen können", sagte Heidfeld.

Im vergangenen Jahr war es auch dadurch zu schweren Unfällen gekommen. Damals hatte es vor allem zwei Audis erwischt.

Autor: dapd


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