Das perfekte Wochenende für René Rast

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Von dpa

Mo, 10. September 2018

Motorsport

Zweimal beste Startposition und zwei Siege für Audi-Fahrer.

NÜRBURG (dpa). Sein perfektes DTM-Wochenende beendete Titelverteidiger René Rast mit einem Jubelschrei. "Ich bin einfach nur megahappy", sagte der Audi-Pilot aus Minden in den Glücksmomenten nach seinem Sieg auf dem Nürburgring am Sonntag. Als erstem Fahrer in der Geschichte des Deutschen Tourenwagen Masters war es Rast damit gelungen, in beiden Rennen eines Wochenendes von der Pole Position auf Platz eins zu fahren und sich die Maximal-Punktzahl von 56 Zählern zu sichern. "Ich kann nicht in Worte fassen, was an diesem Wochenende passiert ist. Das ist gigantisch", sagte Rast.

Der Vorjahresmeister krönte damit seinen Formaufschwung nach einer enttäuschenden ersten Saisonhälfte. In den vergangenen sieben Saisonläufen holte keiner mehr Punkte als Rast. Damit schob sich der 31-Jährige auf den dritten Platz in der Gesamtwertung.

Spitzenreiter Gary Paffett ist vor den verbleibenden vier Rennen in Spielberg und Hockenheim allerdings noch 57 Punkte weg. Der britische Mercedes-Fahrer konnte am Sonntag nach einem völlig verkorksten Boxenstopp als Fünfter gerade noch die Führung vor seinem Landsmann und Markenkollegen Paul di Resta verteidigen. "Wir haben einen Mistjob gemacht. Das ist frustrierend", sagte Paffett. Er hat nun 206 Punkte auf dem Konto, di Resta folgt mit 204 Zählern. Erst am Vortag hatte di Resta Gesamtplatz eins nach nur einem Rennen wieder räumen müssen, weil er nach einer Kollision punktlos geblieben war. "Das war der enttäuschendste Tag in dieser Meisterschaft", sagte der frühere Formel-1-Pilot.

Für Ärger sorgte im Mercedes-Lager eine neue Reifen-Regel. Weil auf Betreiben von Lieferant Hankook ein Mindestluftdruck für die Gummiwalzen festgelegt wurde, um für mehr Sicherheit zu sorgen, hat sich das Kräfteverhältnis offenbar zu Ungunsten des bislang dominierenden Mercedes-Teams verschoben. Dies sei "ein deutlicher Eingriff in die Meisterschaft", sagte Uli Fritz, der DTM-Teamchef von Mercedes-AMG. DTM-Chef Gerhard Berger wies die Kritik an der Maßnahme zurück. "Mercedes führt alle drei Wertungen mit großem Vorsprung an. Auch wenn sie jetzt etwas an Performance verloren haben, für die anvisierten Titel reicht die allemal", so Berger.